Das Technologieunternehmen setzt auf weiteren Ausbau der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.

Das Technologieunternehmen VINCORION setzt seinen Wachstumskurs fort: Der Umsatz hat 2024 die 200-Millionen-Euro-Marke erreicht – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Diese positive Entwicklung zeigt die starke Position des Wedeler Unternehmens als Technologielieferant: Die Aufträge reichen von Energiesystemen für die Modernisierung der Streitkräfte, etwa mit den Generatoren für Panzerfahrzeuge bis zu Technik für die zivile Luftfahrt, wie die Entwicklung der neuen elektrischen Rettungswinde für Helikopter.

„Unsere Entwicklung im Jahr 2024 zeigt, dass die deutsche Industrie ihre Verantwortung für die Sicherheit unseres Landes ernst nimmt und die notwendigen Kapazitäten bereitstellt“, betont Geschäftsführer Kajetan von Mentzingen. „Die erfolgreiche Umsetzung wichtiger Projekte belegt das Innovationspotenzial und die Leistungsfähigkeit der deutschen Verteidigungsindustrie.“

Strategische Schlüsselprojekte vorangetrieben

Zu den bedeutenden Erfolgen des Jahres zählt die Ausrüstung des Kampfpanzers Leopard 2 mit wichtigen Komponenten wie den Ausblickbaugruppen für die visuelle Erfassung der Umgebung und die Zielerfassung, sowie die Weiterentwicklung der Leistungselektronik für den Schützenpanzer Puma. Besonders hervorzuheben sind neue Aufträge für den Leopard 2 aus europäischen Ländern.

Für diese und weitere Panzertypen liefert VINCORION die innovative modulare Waffenstabilisierung GTD chaser, die das Unternehmen im Sommer 2024 auf der Fachmesse Eurosatory in Paris präsentierte, und die in aktuellen und künftigen Generationen des Leopard 2 zum Einsatz kommt, ebenso wie in der Panzerhaubitze 2000 und weiteren Fahrzeugen.

Die Produktion am Standort im bayerischen Altenstadt konzentriert sich auf die Fertigung von Stromaggregaten, unter anderem für die Bundeswehr, aber auch für Luftabwehrsysteme für die deutschen und andere Streitkräfte. Im Werk Essen werden vorrangig Generatoren produziert, die eine signifikante Leistungssteigerung beim Radpanzer Boxer ermöglichen. Die VINCORION-Niederlassung in den USA sichert die Ersatzteilversorgung für das Patriot-System.

„Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass wir die Modernisierung der Bundeswehr konsequent vorantreiben müssen“, erklärt von Mentzingen. „Unser Ziel muss es sein, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands bis 2029 deutlich zu stärken. Dafür benötigen wir eine nachhaltige Investition in moderne Ausrüstung und zukunftsweisende Technologien.“

Breite Unterstützung in der Bevölkerung

Eine aktuelle repräsentative Studie des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zeigt einen grundlegenden Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung. „Die Ergebnisse sind beeindruckend“, erläutert von Mentzingen. „82 Prozent der insgesamt 2000 Befragten äußern sich positiv zur Bundeswehr. Das zeigt das gewachsene Verständnis für die Bedeutung unserer Streitkräfte.“

Besonders aufschlussreich ist die deutlich gestiegene Unterstützung für höhere Verteidigungsausgaben: Während vor drei Jahren nur 41 Prozent der Befragten eine Erhöhung befürworteten, sprechen sich heute 58 Prozent dafür aus. „Dieser signifikante Anstieg bestätigt den tiefgreifenden Bewusstseinswandel in der Gesellschaft“, betont von Mentzingen. „Die Menschen erkennen zunehmend, dass Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit ihren Preis haben.“

„Bemerkenswert ist auch die breite Unterstützung für die Einhaltung der NATO-Zusagen“, hebt von Mentzingen hervor. „70 Prozent der Befragten sprechen sich für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen aus – das ist ein deutlicher Auftrag an die Politik.“ Diese Zahlen zeigen auch, dass die Bevölkerung die sicherheitspolitischen Herausforderungen sehr realistisch einschätzt. Im Anhang gibt es weitere Grafiken.

Investitionen in die Zukunft notwendig

„Für die nachhaltige Modernisierung unserer Streitkräfte werden zusätzliche Investitionen erforderlich sein“, erläutert von Mentzingen. „Das bisherige Sondervermögen war ein wichtiger erster Schritt. Nun müssen wir über eine Aufstockung der Verteidigungsausgaben auf 2,5 bis 3 Prozent des BIP nachdenken, um unsere Ziele zu erreichen.“

„Unsere internationalen Kunden wünschen sich mehr Unterstützung von der Bundesregierung beim Kauf deutscher Systeme“, berichtet der Geschäftsführer. „Die USA machen es vor: Dort tritt die Regierung als Partner auf, begleitet die Geschäfte politisch und schafft klare Abläufe. Ein solches Konzept brauchen wir auch in Deutschland – das schafft Vertrauen und macht uns als Lieferanten attraktiver.“

Wenn man in der Industrie heute mit französischen oder italienischen Partnern zusammenarbeiten wolle, stehe man als deutsches Unternehmen vor einem Problem, führt von Mentzingen weiter aus: „Jedes Land hat andere Regeln dafür, an wen Rüstungsgüter geliefert werden dürfen. Das macht gemeinsame Projekte unnötig kompliziert. Wir brauchen einheitliche europäische Standards – sonst bleiben deutsche Unternehmen bei wichtigen Zukunftsprojekten außen vor.“

Bedarf in zivilen Märkten wächst

Neben dem Kerngeschäft im Verteidigungssektor baut VINCORION auch seine Position in zivilen Märkten kontinuierlich aus. „Unsere technologische Expertise, besonders in der Energieversorgung und Antriebstechnik, ist auch für zivile Anwendungen höchst relevant“, erklärt von Mentzingen. Ein aktuelles Beispiel ist die Entwicklung der neuen Generation von Rettungswinden für Hubschrauber, die höchste Sicherheitsstandards mit High-Tech-Entwicklungen verbindet.

Personalwachstum und Ausbildungskompetenz

Der Erfolg des Unternehmens spiegelt sich auch in der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen wider. Die Belegschaft ist 2024 auf rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen, davon 550 am Standort Wedel. „Dieses Wachstum unterstreicht unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, sagt Personalleiterin Nina Römhild. Die niedrige Fluktuationsrate von nicht einmal drei Prozent belegt die hohe Mitarbeiterzufriedenheit.

VINCORION setzt weiterhin stark auf Ausbildung: An die 50 junge Menschen absolvieren derzeit eine Ausbildung oder ein duales Studium. Das Spektrum reicht vom Elektroniker/in für Geräte und Systeme bis zum Wirtschaftsingenieur. „Die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte ist für uns ein zentraler Baustein unserer Zukunftsstrategie“, betont Römhild.

„Für 2025 sehen wir weiteres Wachstumspotenzial“, sagt von Mentzingen. „Mit unseren innovativen Produkten und engagierten Mitarbeitern sind wir bestens aufgestellt, um die Modernisierung der Streitkräfte zu unterstützen. Wir setzen dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.“

Die Generatoren von VINCORION: Steigende Anforderungen im Gefechtsfeld erfordern innovative Lösungen bei der Stromerzeugung.

Ein Boxer befindet sich irgendwo in Europa im Einsatz, in einer komplexen Situation auf einem Manöver: Die Besatzung muss blitzschnell reagieren und ist dabei auf ihre Hightech-Systeme angewiesen. Zielerfassungssensoren erfassen beispielsweise die feindlichen Stellungen, verschlüsselte Kommunikationssysteme halten den Kontakt zum Gefechtsstand, und effektive Waffensysteme gewährleisten die Feuerkraft. Doch all dies benötigt Energie – und der Bedarf steigt rasant. Moderne Militärfahrzeuge sind „Kraftwerke auf Rädern“, und die zuverlässige Stromversorgung wird zum entscheidenden Faktor für den Erfolg der Mission.

Beim Thema militärische Energieversorgung kommt VINCORION ins Spiel. Das Technologieunternehmen aus Wedel bei Hamburg bietet mit seinen Generatoren Lösungen für den Einsatz in Militärfahrzeugen an. Sie liefern zuverlässig Energie, selbst unter extremen Bedingungen. Die Generatoren finden sich beispielsweise in Fahrzeugen wie dem Kampfpanzer Leopard 2, im Boxer, im Puma ebenso wie in der Panzerhaubitze 2000.

Energie für das Mutterschiff der Infanterie

Diese Generatoren sind gefragt: VINCORION hat unlängst einen Vertrag über die Lieferung von 740 Bordnetzgeneratoren des Typs EPG husky W 600 für den Boxer unterzeichnet. Dieser Generator liefert einen Strom von bis zu 600 Ampere und ist damit auch für künftige Anforderungen gerüstet. Ein neuer digitaler Spannungsregler wurde integriert, welcher die Anpassung des Generators für die verschiedenen Anwendungen erlaubt.

Bei der Bundeswehr ist der GTK Boxer das „Mutterschiff“ der Infanterie, den es bei den deutschen Streitkräften in verschiedenen Versionen als Gruppentransportfahrzeug, Führungsfahrzeug, schweres geschütztes Sanitätskraftfahrzeug und auch als Fahrschulfahrzeug gibt. Im Kampfraum des Boxers kann die Besatzung acht Infanteristen samt modernster Ausrüstung mitführen.

Kompakt, leistungsstark und robust: VINCORION Generatoren im Detail

Die EPG husky-Serie von VINCORION zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise und hohe Leistungsdichte aus. Sie liefern maximale Leistung auf kleinem Raum – das ist ein entscheidender Faktor in den beengten Platzverhältnissen von Militärfahrzeugen.  Dabei steht für die Ingenieure die Zuverlässigkeit stets an erster Stelle:  VINCORION-Generatoren sind für den Betrieb unter extremen Bedingungen ausgelegt, gleich, ob Hitze, Kälte, Staub oder Erschütterungen.

„Der neue, leistungsgesteigerte Boxer ist ein Paradebeispiel für die zunehmenden Anforderungen an die Energieversorgung in modernen Militärfahrzeugen“, berichtet Daniel Zeitler, Leiter Produktmanagement. Der Boxer wird aktuell von vielen Ländern in Europa und außerhalb genutzt. Neben der Bundeswehr ist das Fahrzeug auch in den Niederlanden, in Litauen, in Großbritannien und in Australien im Einsatz.

Die Generatoren von VINCORION liefern die notwendige Energie für die anspruchsvollen Systeme des Boxers und stellen so die Einsatzfähigkeit der Waffentechnik über die Sensorik bis zur Kommunikation sicher. VINCORION kann im konventionellen 28V Bereich inzwischen Generatoren mit bis zu 1000 Ampere anbieten, welche in verschiedenen Fahrzeugen nachgerüstet werden können. Denn Experten wissen, dass der Energiebedarf in gepanzerten Fahrzeugen weiter steigen wird. Bestes Beispiel ist der Leistungshunger des Schützenpanzer PUMA, der nur durch einen Hochvoltgenerator gestillt werden kann. Dieser wird im Gegensatz zu klassischen Bordnetzgeneratoren direkt auf der Hauptwelle zwischen Triebwerk und Getriebe integriert. Auch dieses Hochleistungssystem zur Energieversorgung stammt von VINCORION.

Innovative Technologien für maximale Effizienz

Was aber machen auch die 28V Generatoren der Serie EPG husky besonders?  Zum einen ist es die innovative Kühltechnologie, die eine hohe Leistungsdichte auf kleinstem Raum ermöglicht, wie Daniel Zeitler erläutert. Zum anderen sind die Generatoren so konstruiert, dass sie sehr wenige elektromagnetischen Störungen ausstrahlen, um die Funktionsfähigkeit anderer elektronischer Systeme im Fahrzeug zu gewährleisten. Robustheit und Zuverlässigkeit werden durch den Einsatz hochwertiger Materialien und strenge Qualitätskontrollen sichergestellt.

„Der neue Generator ist Plug-and-play zum alten“, sagt Zeitler, „er passt genau in den Bauraum der Fahrzeuge.“ Es wäre also möglich, beim Boxer neben sämtlichen Neufahrzeugen auch bestehende damit auszurüsten, wenn die Nachfrage nach Leistung wächst. Das Vorgängermodell, der SF217, kam noch auf 370 Ampere, die in der neuen Variante auf 600 Ampere gesteigert wurden. „Moderne Militärtechnik benötigt Energie. Wir sind Spezialist für militärische Energieversorgung.“

Mehrwert für die Soldaten im Einsatz

Somit können die Generatoren auch einen direkten Mehrwert für die Soldaten im Einsatz bieten.  Eine zuverlässige Stromversorgung bedeutet zuverlässige Kommunikation, verbesserte Situationswahrnehmung und erhöhte Feuerkraft – entscheidende Faktoren für die Sicherheit und den Erfolg der Mission. Zudem tragen die Generatoren zum Komfort im Fahrzeuginneren bei, indem sie die Energie für Klimaanlagen, Beleuchtung und andere Komfortsysteme liefern.

Ob leichter Mannschaftstransportwagen oder schwerer Kampfpanzer – VINCORION bietet die passende Lösung. Die Generatoren liefern zuverlässig Strom, um alle Bordsysteme zu versorgen. „Der Generator kennt kaum Einbußen durch wechselnde Umgebungstemperaturen“, fügt Zeitler hinzu. „Das heißt: Er bringt immer die volle Leistung.“

Strenge Normen und Flexibilität

„Die Generatoren erfüllen die strengen MIL-STD Normen und gewährleisten damit höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit im Einsatz“, erläutert Abbo Horstmann, Senior Product Manager. So hielten sie die militärischen Standards hinsichtlich der Bordnetzqualität ein.

„Die Flexibilität der VINCORION Generatoren zeigt sich auch in den zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten“, betont Horstmann. Neben den Standardausführungen biete VINCORION kundenspezifische Anpassungen, um die Generatoren optimal in die jeweiligen Fahrzeugplattformen zu integrieren. So könne ein Generator mechanisch über die Haltepunkte angepasst werden, aber es könnten auch über die Software alle relevanten Parameter individualisiert werden.

VINCORION verfügt über langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how in der Entwicklung und Produktion von Generatoren für die Verteidigungsindustrie. Daniel Zeitler fasst zusammen: „Die jüngsten Aufträge zeigen uns, dass die Nachfrage nach dem Boxer anhaltend hoch ist. Es zeigt aber auch, dass die Hersteller moderner Militärtechnik auf Komponenten von VINCORION vertrauen und ihre Fahrzeuge damit ausrüsten“.

Die Generatoren sind nur ein Teil der Kompetenz von VINCORION in diesem Bereich: Das Unternehmen liefert auch Generatoren für die mobile Stromversorgung der Bundeswehr, Energie für Luftabwehrsysteme wie Patriot und IRIS-T und fortschrittliche Systeme wie die Waffenstabilisierung GTD chaser für Panzerfahrzeuge.

Wehrtechnik und technologische Innovationen haben eine herausragende Bedeutung für Schleswig-Holstein – Vincorion als Beispiel für ein wachsendes mittelständisches Unternehmen.

Ministerpräsident Daniel Günther besuchte am Mittwoch das mittelständische Technologieunternehmen Vincorion in Wedel. Im Rahmen seines Rundganges informierte er sich über die neuesten technischen Entwicklungen und betonte die Bedeutung der wehrtechnischen Industrie für das Land Schleswig-Holstein. Geschäftsführer Kajetan von Mentzingen führte den Ministerpräsidenten durch die Produktion.

Vincorion ist mit seinen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Unternehmen der Wehrtechnik sowie der zivilen und militärischen Luftfahrt und setzt auf innovative und nachhaltige Lösungen. Dazu zählen unter anderem das Waffenstabilisierungssystem GTD chaser, das in modernen Kampfpanzern wie dem „Leopard 2“ eingesetzt wird, sowie die neue elektrische Rettungswinde ERH premier, die außergewöhnlich hohe Sicherheitsstandards für die Luftrettung bieten wird.

„Jeder Mensch verdient ein sicheres Leben – das ist unsere Vision bei Vincorion“, erklärte Kajetan von Mentzingen. „Wir arbeiten daran, Technologien zu entwickeln, die die Sicherheit von Menschen in den anspruchsvollsten Situationen gewährleisten und innovativ sind. Mit der nächsten Generation von Stabilisierungssystemen und Rettungswinden, die wir hier präsentieren können, zeigen wir absolutes High-Tech.“

„Schleswig-Holstein hat das Potenzial, ein führender Standort für innovative und zukunftsorientierte Industrien zu werden“, erklärte Ministerpräsident Günther während seines Besuchs. „Unternehmen wie Vincorion zeigen, dass hier wichtige Schlüsseltechnologien entwickelt und produziert werden, die sowohl zur Sicherheitsarchitektur Deutschlands beitragen als auch wirtschaftliche Stabilität und Arbeitsplätze schaffen.“

Dieter Holst, Geschäftsführer Vincorion (li.), Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer, und Ministerpräsident Daniel Günther (re.) vor der neuen Rettungswinde ERH premierV.

 

Sicherheit als zentrales Thema

Im Bereich der zivilen Luftfahrt setzt das Unternehmen auf innovative Lösungen, die den Schutz der Einsatzkräfte und der zu Rettenden in den Vordergrund stellen. Ein Beispiel dafür ist die Rettungswinde „ERH premier“, bei der die Sicherheit ganz im Mittelpunkt der Neukonstruktion steht.

Diese Winde verfügt beispielsweise über eine ausgefeilte sogenannte Ruckschalldämpfung, die bei einem plötzlichen Stopp der Winde die Belastung für die Retter und die zu Rettenden reduziert. Darüber hinaus bietet sie Möglichkeit, im Ernstfall das Seil per Knopfdruck zu kappen.

Auch das Waffenstabilisierungssystem GTD chaser ist ganz auf Sicherheit ausgerichtet. Dieses System ermöglicht es, die Besatzung eines Panzerfahrzeugs wie dem neuen Leopard 2 A-RC 3.0 vollständig in der gut geschützten Wanne unterzubringen, anstatt sie im drehbaren Turm zu exponieren. Dies erhöht die Sicherheit der Soldaten erheblich, da jüngste Konflikte gezeigt haben, dass Drohnenangriffe eine zunehmende Bedrohung darstellen.

Effizienz als Faktor

Neben der Sicherheit ist auch die Effizienz ein wichtiges Thema für Vincorion. Das Unternehmen entwickelt etwa besonders leistungsstarke und zuverlässige Stromerzeuger, die den Bedarf der Truppe optimal decken. Diese Technologien sind Teil des Engagements von VINCORION für innovative und zukunftsweisende Lösungen, mit denen das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Streitkräfte leistet.

„Wir wollen bis 2040 erstes klimaneutrales Industrieland 2040 werden. Dafür müssen Politik, Gesellschaft und alle wirtschaftlichen Sektoren an einem Strang ziehen. Hier sehen wir, dass Nachhaltigkeit auch in der Rüstungsindustrie eine Rolle spielt“, sagte Ministerpräsident Günther am Rande des Besuchs. „Es ist ermutigend zu sehen, dass Unternehmen wie Vincorion innovative Wege finden, um sowohl sicherheitstechnische als auch umweltpolitische Anforderungen zu erfüllen.“

Bei Vincorion werden Schlüsseltechnologien entwickelt und produziert, die zur Sicherheitsarchitektur Deutschlands beitragen.

 

Wachstum und Innovation am Standort Wedel

Vincorion ist ein wachsendes Unternehmen, das am Standort Wedel kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investiert. Der Standort Wedel profitiert von der Nähe zu führenden Hochschulen wie der Fachhochschule Wedel und der HAW Hamburg, mit denen Vincorion in den Bereichen Forschung und Ausbildung zusammenarbeitet.

„Unser Standort in Wedel ist ein Innovationszentrum, das bis an die technischen Grenzen geht“, erklärte Kajetan von Mentzingen. „Wir entwickeln nicht nur Produkte für die heutigen Herausforderungen, sondern denken gleichzeitig an die Zukunft.“

Wie Politik und Industrie zusammenarbeiten

Ein weiteres zentrales Thema des Besuchs war die Rolle der Politik bei der Förderung der Industrie. Ministerpräsident Günther betonte, dass die Landesregierung weiterhin daran arbeiten werde, die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern, um Innovation und Wachstum am Standort Schleswig-Holstein zu fördern.

Im Rahmen des Besuchs stellte sich auch die Frage, was die Politik tun könne, um die mittelständische Industrie zu unterstützen. Hier nannte von Mentzingen Themen wie eine bessere Planbarkeit bei der Vergabe militärischer Aufträge und eine beschleunigte, verlässliche Vergabe an sich. Auch der wehrtechnische Mittelstand könne bei Rüstungsaufträgen gezielt gefördert werden. Gleichzeitig betonte von Mentzingen, dass die Industrie selbst ebenfalls Verantwortung trage, etwa durch Investitionen in Forschung und Entwicklung und den Aufbau von Serienfertigungen, wenn entsprechende Aufträge vorliegen.

„Die wehrtechnische Industrie ist für die nationale Sicherheit von großer Bedeutung, und sie schafft wertvolle Arbeitsplätze und stärkt die technologische Innovationskraft in Schleswig-Holstein. Wir werden sicherstellen, dass innovative Unternehmen wie Vincorion die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um ihre Arbeit fortzusetzen“, sagte Günther.

Ministerpräsident Daniel Günther (li.), Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer Vincorion, und Auszubildender Can Budancir, der für seine hervorragende Arbeit ausgezeichnet wurde.

 

Fachkräftemangel mit Herausforderungen und Chancen

Im Rahmen des Besuchs wurden auch die aktuellen Herausforderungen des Fachkräftemangels in der Metall- und Elektroindustrie angesprochen. In Zeiten des Fach- und Arbeitskräftemangels sowie schwieriger Tarifverhandlungen sei es wichtig, Lösungen für beide Seiten zu finden, so der Ministerpräsident. Es brauche attraktive Bedingungen und gute Löhne für die Beschäftigten, und gleichzeitig müsse die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gewährleistet bleiben.

Auch Vincorion strich seine Rolle als attraktiver Arbeitgeber in der Region. Das Unternehmen plant, seine Belegschaft an den drei deutschen Standorten, im bayerischen Altenstadt, in Essen, und in Wedel, auszubauen. Von Mentzingen erklärte: „Vincorion ist ein äußerst attraktiver Arbeitgeber Diese neuen Arbeitsplätze sind nicht nur hochqualifiziert, sondern auch zukunftssicher. Wir suchen Mitarbeitende in einem echten Hightech- Bereich, die die Rettungswinden Technologie an ihre Grenzen bringen. Das sind Jobs für höchst qualifizierte Spezialisten.“

In diesem Prototypen spiegelt sich die technische Expertise von VINCORION wider: Der Stromerzeuger PGM low emissions in der Ausführung mit 50 Kilowatt wurde am Mittwoch, dem 4. September 2024 in Koblenz vorgestellt.

Das Vorserienmodell des neuen Aggregats für die Bundeswehr konnte erstmals auf der Messe „RÜ.NET“ in Koblenz demonstriert werden. Die RÜ.NET ist als „Anwenderforum Rüstung und Nutzung“ eine Großveranstaltung, auf der sich Bundeswehr und Industrie zu unterschiedlichen Themen der Branche austauschen. Sie findet in Koblenz statt, wo auch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) sitzt.

Mit dem neuen Stromerzeuger haben die Ingenieurinnen und Ingenieure von VINCORION ein Aggregat geschaffen, welches die hohen Anforderungen der Streitkräfte im mobilen Einsatz erfüllt und gleichzeitig mit einigen Alleinstellungsmerkmalen aufwartet: Dazu zählen taktische Vorteile durch größere Energieeffizienz und geringeren Kraftstoffverbrauch ebenso wie die Entlastung des Personals durch einfache Bedienung. Mit dieser Technologie kann der wachsende Energiebedarf moderner Streitkräfte gedeckt werden.

Taktische Vorteile durch geringen Verbrauch

Den 50-Kilowatt-Protoypen stellten Daniel Zeitler, Leiter Strategie und Produktmanagement, gemeinsam mit Martin Eisenschmid, Director Business Development and Sales, der Öffentlichkeit vor. „Die Höhepunkte dieses Aggregats für die Bundeswehr sind, dass es einen Verbundbetrieb als sogenanntes Modular Grid ermöglicht, aber auch die Abgasnachbehandlung für einen emissionsarmen Betrieb und die innovative Steuerung samt neuem Energiemanagement“, sagte Daniel Zeitler.

„Unser Team hat intensive Entwicklungsarbeit geleistet, um sicherzustellen, dass der Prototyp den hohen Anforderungen der Bundeswehr gerecht wird“, erklärte Martin Eisenschmid. Wie das Gerät mit seiner bedienerfreundlichen Technik jederzeit den Betriebszustand anzeigt, etwa über ein Display, demonstrierte er vor Ort.

Das Ziel ist klar: Die Benutzer sollen so weit wie möglich beim Betrieb der Stromversorgung entlastet werden, wodurch Personal für andere Aufgaben frei wird. Ebenso wird der Schulungs- und Wartungsaufwand reduziert und die Geräte können schneller in Betrieb genommen werden. „Obwohl wir mit den Batteriespeichern eine völlig neue Technologie einführen, benötigt die Bedienung dank einer hochautomatisierten und einheitlichen Steuerung weniger Schulung und Fachkenntnis als früher“, so Zeitler. Solche Technik sei am Markt nicht ohne weiteres erhältlich, betont er, und speziell auf die Anforderungen der Streitkräfte im Einsatz abgestimmt. Dazu gehören zum Beispiel verminderte Geräuschemissionen – diese führen zu taktischen Vorteilen. Aber auch ein verbesserter Arbeits- und Umweltschutz wird so erreicht.

Der Durchbruch: Die Emission-Downgrade-Technologie

Die Stromerzeuger können im Verbund laufen, gleich ob Geräte mit 50 oder 200 Kilowatt Leistung eingesetzt werden – und mit den modernen Batteriespeichern. Weiter ist die Koppelung an Systeme für erneuerbare Energien wie Photovoltaikmodule möglich. Schließlich kann das Aggregat an das Stromnetz angeschlossen werden – in diesem Fall würde gar kein Kraftstoff mehr verbraucht werden.

„Die Emission-Downgrade-Technologie war dabei ein entscheidender Durchbruch“, stellte Zeitler fest. Im Regelbetrieb werde der Dieselmotor mit der Klasse Stage V eingesetzt. Es gebe zusätzlich den „Emission Downgrade“-Betrieb, mit dem sämtliche NATO-Kraftstoffe verwendet werden können, auch solche, die verunreinigt sind. So wäre im Bündnisfall beispielsweise der Betrieb im Ausland möglich. Werden die Aggregate mit der Batteriespeichern gekoppelt, lässt sich die Energieeffizienz stark steigern. „Das spart Kraftstoff, was wiederum ein großer taktischer Vorteil ist“, erläuterte Zeitler. Last but not least: Die Aggregate bieten eine hohe Mobilität, da es standardisierte Transportschnittstellen mit ISO-Aufnahmen gibt. Im Fall des 50-Kilowatt-Aggregats ist das ein 10-Fuß-Container.

Rückgrat der modernen mobilen Stromversorgung

Somit ist ein zentraler Vorteil des Prototyps seine Umweltfreundlichkeit. Durch den geringeren Verbrauch und die Koppelung mit Speichern stößt der Generator bis zu 30 Prozent weniger CO₂ aus. Dies unterstützt die Bundeswehr auf ihrem Weg zur Klimaneutralität und zeigt, dass effiziente Energieversorgung und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.

Ob beim Einsatz in Europa oder außerhalb: Die Bundeswehr verlangt eine sichere Energieversorgung. Das Obsoleszenzmanagement, also der rechtzeitige Ersatz von Teilen während dem jahrelangen Betrieb, war neben dem Umweltschutz ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für VINCORION. Das Technologieunternehmen setzt auf eine hohe Wertschöpfungstiefe und garantiert auch die Integration von zukünftigen Schnittstellen. So wird im Stromerzeuger und Energiespeichermodul die gleiche VINCORION-Software mit eigenen Controllern eingesetzt – was bei Engpässen in der Lieferkette ein großer Vorteil sein kann.

 

Taktische Vorteile treffen auf Ressourcenschonung beim neuen Stromerzeugeraggregat PGM low emissions (Leistungsklasse 50 kW).

Das Technologieunternehmen VINCORION mit Hauptsitz in Wedel meldet starkes Wachstum und plant, seine Belegschaft deutlich aufzustocken. Aufgrund zahlreicher neuer Aufträge, insbesondere aus den Bereichen Verteidigung und Luftfahrt, wird das Unternehmen seine Produktionskapazitäten an allen drei Standorten in Deutschland erheblich ausbauen.

Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer von VINCORION, erklärt die aktuelle Situation: „Wir haben eine veränderte Sicherheitslage in Europa und auf der ganzen Welt.“ Er betont, dass die Zeitenwende in Deutschland nicht nur in der Politik, sondern auch in der Gesellschaft angekommen sei. Dies führe auch zu einem verstärkten Interesse am Arbeitsumfeld von VINCORION. Von Mentzingen fügt hinzu: „Die Menschen verstehen die Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit unseres Landes.“

Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich in verschiedenen Bereichen wider. VINCORION konnte kürzlich eine neue Generation von Waffenstabilisierungen für Kampf- und Schützenpanzer präsentieren. Zudem wurden wichtige Verträge für die Lieferung von Generatoren für den Radpanzer Boxer sowie für die Wartung des Patriot-Luftabwehrsystems abgeschlossen.

Sascha Brüning, Vice President Business Development & Sales bei VINCORION, unterstreicht die Bedeutung der Entwicklungen für Panzerfahrzeuge: „Die Ukraine zeigt, dass schwere Kampfpanzer weiterhin unerlässlich im Gefecht der verbundenen Waffen sind.“ Er erläutert, dass VINCORION im Zuge jüngster Kampfpanzer-Bestellungen wichtige Aufträge erhalten habe, darunter die Ausstattung von 54 Panzern vom Typ Leopard 2 A8 für Norwegen. Brüning fügt hinzu: „Weitere Lieferungen für Deutschland und Partnerländer sind fest eingeplant, was mehr als 500 Systemlieferungen in den kommenden Jahren bedeutet.“

Neueinstellung von 80 Mitarbeitenden geplant 

Um dieses Wachstum zu bewältigen, plant VINCORION, bis Ende des Jahres etwa 80 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. Gesucht werden vor allem Fachkräfte in den Bereichen Ingenieurwesen, Technik und kaufmännische Berufe, auch im gewerblich-technischen Bereich.

Nina Römhild, Personalleiterin von VINCORION, erläutert die Herausforderungen und Chancen bei der Personalgewinnung: „Die Rüstungsindustrie stellt hohe Anforderungen an die Qualifizierung.“ Sie betont jedoch, dass das Unternehmen bei der Gewinnung neuer Fachkräfte erfolgreich sei. Römhild erklärt: „Unsere attraktiven Arbeitsbedingungen, wettbewerbsfähigen Gehälter und umfangreichen Weiterbildungsmöglichkeiten überzeugen viele Kandidatinnen und Kandidaten.“ Römhild verweist auf die hohe Weiterempfehlungsrate und das überdurchschnittliche Kununu-Ergebnis als Beweis für die Zufriedenheit der Mitarbeiter.

VINCORION, mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland, darunter etwa 30 Auszubildende, sieht sich gut gerüstet, um die Herausforderungen des Wachstums zu meistern und seinen Beitrag zur Sicherheit Europas weiter auszubauen.

Das deutsche Technologieunternehmen VINCORION hat auf der Messe „Eurosatory“ in Paris das neue Waffenstabilisierungssystem GTD chaser offiziell als serienreif vorgestellt.

Die Stabilisierungstechnologie sorgt in modernen Panzerfahrzeugen wie dem LEOPARD 2 und dem Puma dafür, dass das Geschütz selbst bei hoher Geschwindigkeit und in schwierigem Gelände stets präzise auf das Ziel ausgerichtet bleibt. Der modulare Ansatz des Produktes unterstützt innovative Systemarchitekturen wie beim auf der Messe vorgestellten Leopard 2 A-RC 3.0.

„Mit GTD chaser kann der Bordschütze seine Ziele auch unter schwierigsten Bedingungen präzise bekämpfen – für eine maximale Ersttrefferwahrscheinlichkeit“, sagte Sascha Brüning, Vice President Business Development and Sales von VINCORION, anlässlich der Präsentation des Systems auf der Messe in Paris.

Vorkonfigurierte Module für breites Anwendungsspektrum

Das System GTD chaser basiert auf vorkonfigurierten und vorqualifizierten Komponenten und Modulen und bietet so eine Reihe von Vorteilen: Es kann in kürzester Zeit an die Bedürfnisse des Nutzers und die Konfiguration des Fahrzeugs angepasst werden. Die Kern-Komponenten und -Module sind vollständig serienreif – das ermöglicht eine sehr schnelle Adaption an neue Fahrzeuge wie die jüngste Weiterentwicklung des LEOPARD 2.

Wer sich für das System entscheidet, bekommt eine zukunftssichere Architektur, die jederzeit schnell und aufwandsarm aufgerüstet werden kann.  Schließlich sinken auch die Lebenszykluskosten durch datenbasierte Wartung und optimiertes Obsoleszenzmanagement.

„Mit den GTD chaser Elektroniken und dazu passenden, neuartigen Antrieben ist es möglich, unbemannte Geschütztürme für Kampfpanzer zu bauen, die extrem leistungsfähig sind, für die Besatzung enorme Sicherheitsvorteile bringen und performanceseitig durch die zusätzliche Integration eines Autoloaders drei Schüsse in nur zehn Sekunden abfeuern können“, erläutert Brüning die Möglichkeiten von GTD chaser.

Antrieb, Stabilisierung und Leistungselektronik

„Wir fertigen bei VINCORION zahlreiche wichtige Komponenten für den LEOPARD 2: die Antriebe von Turm und Waffe, das Richt- und Stabilisierungssystem des Geschützes und die Leistungselektronik“, sagt Brüning. Auch der Generator für den rund 1500 PS starken Dieselmotor des Panzers stammt aus dem Unternehmen.

Im Rahmen der jüngsten Kampfpanzer-Bestellungen hat VINCORION wichtige Aufträge erhalten: So werden 54 Panzer vom Typ LEOPARD 2 A8 an den NATO-Partner Norwegen geliefert. Dabei kommt erstmals die Stabilisierungstechnologie des Typs GTD chaser zum Serieneinsatz. Weitere Lieferungen für Deutschland und Partnerländer stehen fix in den Auftragsbüchern und bedeuten mehr als 120 Systemlieferungen für die kommenden drei Jahre, begleitet von zahlreichen weiteren Optionen und Opportunitäten im Markt.

Fahrzeugbewegungen werden ständig kompensiert

Die Präzision, die Elektronik und Mechanik in GTD chaser bieten, sei nur mit einem reaktionsschnellen Antriebsmotor für Turm und Waffe möglich, erklärt Daniel Zeitler, Leiter Produktmanagement bei VINCORION. Hochkomplexe Regelungstechnik und Software verarbeiten, interpretieren und nutzen die Daten der Lage- und Bewegungssensoren. Laut Zeitler ist das exakte Zusammenspiel von Sensorik, Datenverarbeitung, Antriebselektroniken und den Antrieben entscheidend: So kann die große Masse des Turms und insbesondere das Rohr präzise und mit maximaler Geschwindigkeit gesteuert werden. Die Bewegungen des Fahrzeugs und der Rückstoß des Schusses müssen kontinuierlich und direkt kompensiert werden, um das Ziel hochpräzise anzuvisieren.

Dafür sorgt die Leistungselektronik, die VINCORION für die Panzer liefert. „Es wird viel Rechenleistung, Sensorik und Energie benötigt, damit der Turm des Panzers sich dreht und die Waffe sich hebt und senkt“, so Zeitler. Deshalb sei man überzeugt, eine Waffen-Richt- und Stabilisierungsanalage zu liefern, die als die beste der Welt gelten könne. Aber nicht nur im LEOPARD 2 finden sich Komponenten von VINCORION: Auch in der Elektronik und Mechanik des Pumas, welche einen Schusswinkel von minus 10 bis plus 45 Grad ermöglichen, findet sich die Technologie von VINCORION wieder. Das trifft auch auf die Panzerhaubitze 2000 zu.

Technischer Hintergrund: Details der Produktfamilie

Die Produktfamilie GTD chaser hat ein breites Anwendungsspektrum in leichten und schweren Kampffahrzeugen. Sie umfasst eine Vielzahl von Antriebssystemen – von der Spindel bis zum Stirnradgetriebe – für die mechanischen Schnittstellen. Sie ist zuverlässig und kostenoptimiert über den gesamten Lebenszyklus ausgelegt. „Das gibt ihr den Vorsprung, den unsere Kunden schätzen“, erklärt Zeitler.

Das System ist für den Einsatz im militärischen Umfeld optimiert. Zusätzlich ist ein redundanter Notantrieb integriert, der mechanisch oder elektrisch betrieben werden kann. Brüning verweist auf die Vorteile des Systems von VINCORION: „Unser Produkt hat niedrige Lebenszykluskosten. Die extreme Zuverlässigkeit und die Wartungsarmut senken die Gesamtkosten.“

„Mit dem neuen modularen GTD chaser Systembaukasten ist VINCORION bereit für alle Anforderungen und Herausforderungen an zukünftige Richt- und Stabilisierungssysteme, insbesondere im Hinblick auf Neuentwicklungen von Kampfpanzern der großen OEMs“, betont Dennis Hunold, Senior Product Manager. Dies zeige auch das Upgrade-Programm des Kunden KNDS für den LEOPARD 2 auf unbemannte Turmtechnologie und -design.

„Mit einem revolutionären Waffen-Lagerungssystem, passenden Antrieben sowie der hoch performanten Elektronik aus GTD chaser ist das Gesamtkonzept überhaupt umsetzbar. Gewicht und Größe werden deutlich reduziert. Die Besatzung wird auf bestmögliche Weise geschützt, wobei die Wirkung des Kampfpanzers gegen Ziele maximal wird“, betont Hunold.

VINCORION LLC, das US-Tochterunternehmen von VINCORION aus Deutschland, erhält von der Defense Logistics Agency (DLA) der US-Army zwei bedeutende Aufträge im Wert von bis zu 67 Millionen US-Dollar.

El Paso, Texas. VINCORION LLC, die US-Tochtergesellschaft des Technologieunternehmens VINCORION aus Deutschland, hat wichtige Rahmenverträge im Wert von bis zu je 33 Millionen US-Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren mit der Defense Logistics Agency (DLA) der US-Army abgeschlossen. Die Verträge stellen die Nutzung der Generatorsysteme des Patriot-Raketenabwehrsystems sicher.

Das Patriot-System ist ein weltweit anerkanntes und hochmodernes Flugabwehrsystem, das eine wichtige Rolle bei der Abwehr von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Flugzeugen spielt. Sowohl für die Vereinigten Staaten, als auch Deutschland und die NATO stellt das System eine bedeutende Säule der Luftverteidigung dar.

VINCORION erreicht wichtige Meilensteine

Das Technologieunternehmen VINCORION ist ein führender Anbieter von Komponenten für komplexe Verteidigungssysteme. Das Unternehmen blickt auf mehr als dreißig Jahre Erfahrung als Zulieferer für das Patriot-System zurück und wurde in dieser Zeit mehrfach für seine herausragenden Leistungen ausgezeichnet.

»Wir sind sehr stolz darauf, dass die US-Armee uns erneut ihr Vertrauen schenkt und uns mit der Lieferung von Komponenten für die Wartung ihrer Patriot-Systeme beauftragt«, sagt Thomas Gathmann, President der Vincorion LLC in El Paso. »Diese Verträge stellen einen wichtigen Meilenstein für VINCORION dar und bestätigen unsere Position als führender Lieferant zuverlässiger Komponenten für die Energieversorgung von Verteidigungssystemen.«

VINCORION trägt zur Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten bei

»Die Patriot-Systeme spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz von Menschenleben und kritischen Infrastrukturen«, sagt Sascha Brüning, Vice President Business Development bei VINCORION. »Durch unsere Wartungsdienstleistungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Einsatzbereitschaft dieser Verteidigungssysteme und damit für die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten. «

»Der Ersatzteilvertrag mit der US-Armee ist ein weiterer Beleg für die Kompetenz und das Engagement von VINCORION«, sagt Gathmann. »Als Tochterunternehmen in den USA sind wir bestens aufgestellt, um auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft von Patriot-Systemen und anderen komplexen Verteidigungssystemen zu spielen.«

Aufbau der Patriot Stromversorgung

Für die Stromversorgung von Patriot im Einsatz gibt es drei verschiedene Energiesysteme. Für den „Launcher“, also den Träger der Patriot-Raketen mitsamt der Abschusseinrichtung, steht ein Generator mit einer Leistung von 15 kW bereit. Ebenso verfügt der Gefechtsstand über eine eigene Stromversorgung mit einer Leistung von 30 kW. Das Herzstück des Systems aber ist die Anlage für das Radar und den Feuerleitstand („Engagement Control Station“). Hierfür ist gleichzeitig das größte Energiesystem im Einsatz, die sogenannte „Electric Power Plant“. Jede „EPP“ ist für maximale Zuverlässigkeit redundant ausgelegt und verfügt über eine Leistung von zwei Mal 150kW sowie eine Lastverteilung und Verkabelung zu den zu versorgenden Patriot Systemen.

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