Am 23. April 2026 lädt das Technologieunternehmen Schülerinnen und Schüler in Essen und Wedel ein, Hightech-Berufe hautnah zu erleben. Mit praktischen Workshops, Werksführungen und persönlichen Gesprächen will VINCORION mehr junge Menschen – und insbesondere Mädchen – für technische Berufe begeistern.
Wedel, 10. April 2026 – Wenn Schülerinnen und Schüler an einer Werkbank bei VINCORION einen Abisolierer in die Hand nehmen und ihr erstes Verlängerungskabel zusammenbauen und anschließend durch Werkshallen gehen, in denen Stabilisierungstechnik, Generatoren für die Stromversorgung oder Rettungswinden für Hubschrauber entstehen – dann ist Girls‘ Day. Am 23. April öffnet das Technologieunternehmen an seinen Standorten in Wedel und in Essen seine Türen für junge Besucherinnen und Besucher zwischen 10 und 14 Jahren.
„Unsere Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Wenn junge Menschen Technik nicht nur erklärt bekommen, sondern selbst anfassen und ausprobieren, verändert das etwas“, sagt Nina Römhild, HR-Leiterin bei VINCORION. „Gerade Mädchen unterschätzen oft, wie gut sie in technischen Aufgaben sind. Beim Girls‘ Day erleben wir regelmäßig, dass genau die Schülerinnen, die vorher unsicher waren, am Ende die präzisesten Ergebnisse abliefern. Dieses Selbstvertrauen wollen wir stärken – denn in unserer Branche benötigen wir in fast allen Bereichen mehr Frauen.“
Löten, schrauben, staunen – Praxis statt Powerpoint
Das Programm setzt auf Mitmachen statt Zuhören. Wie schon im Vorjahr werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Anleitung eigene Projekte wie das Bauen eines Verlängerungskabels realisieren. Dazu gehört das saubere Abisolieren über das Aufsetzen der feinen Aderendhülsen bis zur Endprüfung. Wer die Abnahme am Prüfstand besteht, kann sein Kabel als Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen. Neben den Workshops führen Werksrundgänge durch die Produktionshallen.
„Ich hatte vorher keine Ahnung, dass es solche Berufe gibt“
Alina Engels aus dem HR-Bereich koordiniert den Girls‘ Day. Sie erinnert sich an eine Schülerin aus dem Vorjahr, die nach der Werksführung sagte, sie habe sich Technik ganz anders vorgestellt, nämlich schlicht langweiliger. „Genau das ist der Punkt“, sagt Engels. „Viele Mädchen haben ein Bild von Technik im Kopf, das mit der Realität bei uns wenig zu tun hat. Wenn sie dann hier stehen und sehen, dass bei uns Hightech-Komponenten für die Luftfahrt und für Verteidigungssysteme entstehen, und dass dafür Fingerspitzengefühl und Köpfchen genauso gefragt sind, dann merken sie: Das könnte auch mein Ding sein.“
Engels betont, dass der Girls‘ Day kein Einzeltermin sei, sondern Teil einer breiteren Nachwuchsstrategie: „Wir bieten häufiger Praktika, Schnuppertage und Kooperationen mit Schulen an. Einige unserer heutigen Auszubildenden haben uns beim Girls‘ Day oder bei einer Jobtour zum ersten Mal kennengelernt.“
Ausbildung als Fundament
VINCORION bildet an seinen Standorten in einer Reihe von Berufen aus: Die Palette reicht von der Industriemechanikerin über den Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik und die Fachkraft für Lagerlogistik bis zur Industriekauffrau. Auch duale Studiengänge und Werksstudentenstellen sind möglich. Bei VINCORION lernen derzeit über 40 Auszubildende und Dual Studierende. Insgesamt beschäftigt das wachsende Unternehmen rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Standorten in Deutschland und den USA.
„Jeder, der bei uns anfängt, kann sich weiterentwickeln – sowohl fachlich als auch persönlich“, sagt Römhild. „Wir haben Kolleginnen und Kollegen, die mit einer Ausbildung oder einem Dualen Studium bei uns begonnen haben und heute in einer Führungsfunktion oder als Projektverantwortliche arbeiten. Diese Durchlässigkeit ist uns wichtig, und sie beginnt mit der Frage: Wie begeistern wir junge Menschen für das, was wir tun? Der Girls‘ Day ist dafür ein wunderbarer Anfang.“
Die 20 Plätze am Standort Wedel sind bereits vollständig vergeben. Am Standort Essen sind noch wenige Plätze frei, Anmeldeschluss ist der 13. April.
Die VINCORION Power Systems GmbH ist maßgeblich am europäischen Forschungsprojekt SENTINEL beteiligt, das die Energieversorgung militärischer Einsätze grundlegend modernisieren soll – mit dem Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und die Einsatzfähigkeit zu erhöhen.
Das Projekt wird vom Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) gefördert und vereint 42 Partner aus 16 Ländern – darunter Industriepartner, Forschungsinstitute und Verteidigungsministerien. Beim ersten großen Treffen aller Projektpartner in Maribor, Slowenien, Anfang Februar 2026 wurden die strategischen Weichen für die nächsten Phasen gestellt.
Warum SENTINEL wichtig ist
Moderne militärische Operationen sind in hohem Maße von zuverlässiger Energieversorgung abhängig – ob für Kommunikation, Aufklärung oder den Betrieb von Feldlagern. Gleichzeitig verbrauchen mobile Generatoren enorme Mengen Treibstoff, was Nachschubketten komplex macht und Einsatzkräfte bindet und verwundbar macht. SENTINEL entwickelt deshalb intelligente, nachhaltige Energiesysteme, durch die Streitkräfte unabhängiger, effizienter und widerstandsfähiger werden sollen.
Der Beitrag von VINCORION
Mit über 70 Jahren Erfahrung bringt VINCORION seine Expertise in Energie- und Mechatroniklösungen für einsatzkritische Anwendungen in das Projekt ein. Konkret steuert das Unternehmen zwei Kernkomponenten bei:
- • ein 50‑Kilowatt‑Power Generator Module (PGM)
- • ein 50‑Kilowattstunden‑Energy Storage Module (ESM)
Die Systeme wurden entwickelt, um ein mobiles Feldlager autark mit Strom zu versorgen – auch unter extremen Bedingungen wie Hitze, Kälte oder Staub.
Derzeit werden sie in realen Feldtests erprobt. Die erste Testkampagne erfolgt gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr in München, bevor internationale Feldtests in unterschiedlichen Klimazonen folgen, darunter die Niederlande und Aruba.
Erste Meilensteine in Sicht
Dabei deckt VINCORION drei zentrale Energiefähigkeiten ab: moderne Stromerzeugung („Advanced Genset“), Energiespeicherung („Energy Storage Battery“) und intelligente Netzsteuerung für dezentrale Energieverbünde („Micro Grid Control“). Diese Netzsteuerung kann verschiedene Quellen wie Batterien und Generatoren optimal kombinieren, ebenso wie Photovoltaik, Windkraft oder Brennstoffzellen.
Darüber hinaus übernimmt VINCORION eine koordinierende Rolle: Das Unternehmen leitet die Integration aller Demonstrationsprototypen im Projekt und trägt die Gesamtverantwortung für den Bereich Energiespeicherung über alle Entwicklungsphasen hinweg.
Aktuell erarbeitet VINCORION gemeinsam mit den Projektpartnern die technischen Spezifikationen für die einzusetzenden Komponenten. Diese Arbeit soll bis Ende März 2026 abgeschlossen sein – ein wichtiger erster Meilenstein und Grundlage auf dem Weg zu den geplanten Demonstrationen.
Stimmen aus dem Projekt
„SENTINEL bietet uns die Chance, unsere Technologien unter realen Bedingungen zu erproben und gemeinsam mit führenden europäischen Partnern weiterzuentwickeln“, sagt Thomas Horner, Projektverantwortlicher bei VINCORION. „Die Verantwortung, die wir in diesem Projekt tragen, zeigt das Vertrauen, das die Konsortialpartner in unsere Kompetenz setzen.“
Das Projekt SENTINEL ist dabei die Fortsetzung vorangegangener EDF-Projekte und demonstriert das Zusammenwachsen und die Leistungsfähigkeit europäischer Technologien im Bereich resilienter militärischer Energiesysteme. „Wir haben dadurch die Gelegenheit, die zukünftigen taktischen und logistischen Anforderungen verschiedener europäischer Streitkräfte noch besser zu verstehen und unser europäisches Partner- und Lieferantennetzwerk zu stärken“, unterstreicht Daniel Zeitler, Director Markets & Strategy bei VINCORION, die Bedeutung des Projektes.
Mit dieser strategischen Perspektive betont Matej Gajzer, Koordinator von SENTINEL und Geschäftsführer von TECES, die Verantwortung und operative Komplexität, die mit der Leitung einer solch ehrgeizigen europäischen Initiative verbunden sind:
„Die Durchführung von Demonstrationen in realen militärischen Umgebungen macht das Projekt sowohl äußerst anspruchsvoll als auch außerordentlich wirkungsvoll. Die aktive und kontinuierliche Einbindung der Verteidigungsministerien ist eine unserer wichtigsten Prioritäten auf Koordinationsebene. Unser Ziel ist es, alle Beteiligten effektiv zusammenzuführen, damit technologische Entwicklung, Demonstrationen und operative Validierung vollständig synchronisiert und kohärent voranschreiten.“

Nachwuchsfachkraft aus Burggen gehört zu den besten drei Elektronikern für Maschinen- und Antriebstechnik Deutschlands
Johannes Lang, Auszubildender bei VINCORION in Altenstadt, hat bei den 74. Deutschen Meisterschaften der E-Handwerke die Bronzemedaille gewonnen. In dem Beruf „Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik“ setzte sich der Auszubildende gegen Konkurrenz aus allen Bundesländern durch. Damit gehört der Auszubildende aus Burggen im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau zu den drei besten Nachwuchsfachkräften Deutschlands.
Vom 13. bis 15. November traten 43 Landessiegerinnen und Landessieger im Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Oldenburg gegeneinander an. In sechs Disziplinen stellten sie ihr Können unter Beweis und lösten anspruchsvolle Prüfungsaufgaben. Am Samstagabend wurden die Ergebnisse bei einem Festabend vor rund 250 Gästen in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg bekanntgegeben.

Johannes Lang, Auszubildender bei VINCORION, in der Produktion in Altenstadt. Foto: VINCORION Johannes Lang (Mitte) mit DMH-Schirmherr Dr. Philipp Dehn (links) und ZVEH-Vizepräsident Karsten Krügener (rechts) in Oldenburg. Foto: VINCORION
Zuvor hatte sich Johannes Lang bereits als Kammersieger durchgesetzt und dann den Wettbewerb als bayerischer Landessieger in Bamberg gewonnen. Damit einhergehend wurde VINCORION als vorbildlicher Ausbildungsbestrieb von der Handwerkskammer München und Oberbayern ausgezeichnet.
„Ich bin stolz auf die Bronzemedaille und dankbar für die hervorragende Ausbildung bei VINCORION“, sagt Johannes Lang. „Das Niveau bei den Meisterschaften war sehr hoch – umso schöner, dass es für das Podium gereicht hat.“
Karl Schuster, Teamleiter bei VINCORION, betont: „Johannes hat sich diese Auszeichnung durch Engagement und Begeisterung für seinen Beruf verdient. Als aktueller Teamleiter freut man sich solche Talente in seinem Team zu haben – er nutzt jede Gelegenheit, um noch besser zu werden und sich beruflich weiterzuentwickeln. Die Bronzemedaille ist ein toller Erfolg für ihn und für VINCORION.“ Ein herzlicher Dank gelte vor allem Julian Haggenmiller, Ausbilder für Maschinen- und Antriebstechnik, für sein Engagement in der Ausbildung.
Nina Römhild, Personalleiterin von VINCORION, betont: „Die Bronzemedaille für Johannes ist eine Bestätigung unserer Ausbildungsphilosophie: Wir geben jungen Menschen die Möglichkeit, in einem anspruchsvollen technischen Umfeld zu lernen und sich zu entfalten. Dass er damit zu den besten Nachwuchskräften Deutschlands gehört, macht uns als Unternehmen stolz.“
Die Deutschen Meisterschaften der E-Handwerke gehören zu den wichtigsten Nachwuchswettbewerben der Branche. Nach der Neuordnung der e-handwerklichen Berufe im Jahr 2021 umfassten die diesjährigen Meisterschaften erstmals fünf Berufe.
VINCORION bildet derzeit rund 50 junge Menschen an den drei deutschen Standorten Wedel, Altenstadt und Essen in verschiedenen technischen Berufen aus.
Längere Laufzeiten mit einem stabilen und sicheren Betrieb der Aggregate: Das bedeutet weniger Tankfahrten und somit weniger Angriffsziele. Das Technologieunternehmen VINCORION stellt die Energiesysteme der nächsten Generation für weltweit eingesetzte Luftabwehrsysteme wie PATRIOT vor. „NextGen“ reduziert die logistischen Abhängigkeiten drastisch und erhöht damit die operative Überlegenheit der Streitkräfte. Im Rahmen der „Projekt Kick-Off Conference“ in Altenstadt präsentierte das Unternehmen gemeinsam mit der NATO Support and Procurement Agency (NSPA) die Innovation für nachhaltige Verteidigung.
Taktische Vorteile durch Energieautarkie
„NextGen bedeutet für uns: Systeme, die länger durchhalten und weniger verwundbare Logistikketten benötigen“, betonte Kajetan von Mentzingen, CEO von VINCORION. „Mit diesen Systemen können Streitkräfte ihre Einsatzbereitschaft dramatisch erhöhen. Genau das ist unser Ziel bei VINCORION – denn jeder Mensch verdient ein sicheres Leben.“
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die angepasste hybride Energieversorgung reduziert die Anzahl notwendiger Betankungsvorgänge um zwei Drittel – von 72 auf nur noch 24 Mal pro Tag pro Bataillon. „Mit unserem System können über ein Drittel der risikoreichen Transportfahrten eingespart werden“, erläuterte Daniel Zeitler, Leiter Produktmanagement bei VINCORION. „Wer weniger auf externe Versorgung angewiesen ist, behält länger die Handlungsfreiheit im Einsatz.“
Die technischen Verbesserungen erhöhen die Kampfkraft erheblich: Die Zeit zwischen notwendigen Wartungen ist teilweise um ein Vierfaches länger, dank einer optimierten Hybrid-Architektur, gleichzeitig reduziert sich die Stillstandszeit der Wartung selbst ebenfalls um mehr als 80 Prozent. „Das bedeutet, dass PATRIOT-Systeme länger ohne Unterbrechung einsatzbereit bleiben und bei Wartungen deutlich weniger Personal gebunden wird“, ergänzte Alexander Ackerman, Programmleiter Ground Based Air Defense. „Das erhöht die Resilienz unseres Systems ganz entscheidend.“
Komplette Stromversorgung aus deutscher Entwicklung
VINCORION liefert die komplette Energieversorgung für die Hauptkomponenten des PATRIOT-Systems: Die „Electric Power Plant“ (EPP) versorgt Radar und Engagement Control Station (ECS) mit zwei 150-Kilowatt-Aggregaten. Die „Electric Power Unit“ (EPU) speist den Kampfführungsgefechtsstand (Information Coordination Central, ICC) mit zwei 30-Kilowatt-Einheiten. Die Startgeräte (Launching Station, LS) erhalten durch das Stromerzeugeraggregat der kleinsten Leistungsklasse 15 kW.
„Diese Technologie, die hier in Bayern gefertigt wird, zeigt, wie innovative Energiesysteme die Einsatzfähigkeit unserer Streitkräfte stärken“, sagte Tobias Gotthardt, Bayerischer Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. „VINCORION entwickelt hier Schlüsseltechnologien für die operative Überlegenheit europäischer Verteidigung.“

Vereinbarten die enge Kooperation in Altenstadt (v.l.): Norbert Lederle, Christopher Tschischka, Alexander Ackerman (alle Vincorion) mit Kristin Doolittle, Siegfried Schneider und Clayton Corley (alle NSPA) und Martin Eisenschmid (Vincorion)
NATO-weite Beschaffung stärkt europäische Sicherheitsarchitektur
Die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) hat mit VINCORION einen Rahmenvertrag geschlossen, um über die Obsoleszenzmitigation die PATRIOT-Stromversorgungsanlagen an den Stand der Technik anzupassen. Das Auftragsvolumen liegt bei zunächst 60 Millionen Euro. Die NATO-Staaten, die in das Projekt investieren, sind Deutschland, die Niederlande, Schweden, Rumänien und Polen. Der Projektzeitraum erstreckt sich von 2025 bis 2030.
„Diese Partnerschaft stärkt die Interoperabilität und Standardisierung innerhalb der NATO“, erklärt von Mentzingen. „Wenn alle PATRIOT-Nutzerstaaten mit der gleichen effizienten Energietechnologie arbeiten, erhöht das die gemeinsame Einsatzfähigkeit erheblich.“
„Dieser Rahmenvertrag zeigt das Engagement der NSPA, langfristige Partnerschaften mit der Industrie zur Unterstützung der operativen Bereitschaft der NATO aufzubauen. Durch die Lieferung der innovativen Energielösungen werden wir zur operativen Fähigkeit und Nachhaltigkeit beitragen und gleichzeitig die Verteidigungsindustrie in Europa unterstützen“, sagt Ms Stacy Cummings, Generaldirektorin der NSPA.
Neue Hybrid-Technologie ermöglicht Vorteile bei Leistung und Nachhaltigkeit
Die Ingenieure von VINCORION sind mit der Technologie der Luftabwehr bestens vertraut. Schon heute werden im Unternehmen Komponenten für zwei der drei Hauptsysteme des European Sky Shields gefertigt, für PATRIOT und IRIS-T. „Wir entwickeln die Technologie, die es diesen Systemen ermöglicht, völlig unabhängig von öffentlicher Infrastruktur zu operieren“, erklärt Daniel Zeitler dazu.
Die höhere Effizienz von „NextGen“ bringt neben den taktischen noch weitere Vorteile mit sich: Der Kraftstoffverbrauch sinkt um 48 Prozent, somit reduzieren sich auch die CO2-Emissionen entsprechend. „Wenn man überlegt, dass Luftabwehrsysteme 24 Stunden am Tag laufen müssen, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor“, sagt Zeitler. „Das zeigt, dass operative Exzellenz und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.“ Die Systeme können zudem mit erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaikanlagen gekoppelt werden und verfügen über integrierte Batteriespeicher für Lastspitzen. Durch eine deutliche Automatisierung des Betriebs wird dabei dennoch deutlich weniger Personal für Aufbau, Betrieb und Wartung benötigt.
Kompetenzzentrum für militärische Energieversorgung
Für Daniel Zeitler steht fest: „Der Standort Altenstadt entwickelt sich zum europäischen Kompetenzzentrum für militärische Energieversorgung.“ Denn hier werden nicht nur die NextGen-Systeme gefertigt, sondern auch die neuen Stromerzeuger für die Bundeswehr entwickelt, die das Bundesamt für Beschaffung (BAAINBw) in Auftrag gegeben hat.
VINCORION beschäftigt rund 900 Mitarbeiter an Standorten in Deutschland und den USA und erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von über 200 Millionen Euro. VINCORION ist ein Technologieunternehmen mit Fokus auf innovativen Energiesystemen in sicherheitskritischen Anwendungsbereichen. Als Partner der Industrien Luftfahrt, Sicherheit und Verteidigung entwickelt und fertigt VINCORION maßgeschneiderte Lösungen für die spezifischen Anforderungen seiner Kunden.
Das Technologieunternehmen VINCORION stärkt seine Fertigungskapazitäten durch eine Kooperation mit dem Maschinenbau-Experten. HEIDELBERG bringt hohe Fertigungstiefe und Industrialisierungskompetenz ein. Die strategische Partnerschaft soll die technologische Souveränität Deutschlands stärken.
Die VINCORION SE, Spezialist für Energiesysteme in sicherheitskritischen Anwendungen, geht eine strategische Partnerschaft mit der Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) ein. Im Rahmen eines Memorandum of Understanding (Absichtserklärung) vereinbarten beide Unternehmen eine mehrjährige Zusammenarbeit, die perspektivisch weiter ausgebaut werden und die industrielle Leistungsfähigkeit und Versorgungssicherheit im Verteidigungsbereich nachhaltig stärken soll.
Mit dieser Kooperation betritt HEIDELBERG den Defence-Markt mit der Entwicklung, Industrialisierung und dem Bau von Energieregelungs- und verteilungssystemen für VINCORION. Beide Unternehmen leisten damit einen Beitrag zur Stärkung technologische Souveränität und zur Sicherung heimischer Wertschöpfungsketten.
Etablierte Technologieführer für kritische Systeme
VINCORION verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von hochmodernen Energiesystemen – die in zivilen und militärischen Anwendungen eingesetzt werden. Zusätzlich entwickelt das Unternehmen Spitzentechnologie wie Rettungswinden für Helikopter.
„Die Partnerschaft mit VINCORION stellt ein Meilenstein für HEIDELBERG dar und unterstreicht unsere Fähigkeit als Technologieunternehmen, komplexe Produkte effizient zu industrialisieren. HEIDELBERG will sich zunehmend als verlässlicher Partner in sicherheitsrelevanten Bereichen positionieren“, sagte Jürgen Otto, Vorstandsvorsitzender von HEIDELBERG. „HEIDELBERG verbindet technologische Kompetenz mit verlässlicher Fertigung am Standort Deutschland – ein wichtiger Schritt in Richtung größerer technologischer Unabhängigkeit und zur Stärkung der industriellen Basis.“
Strategische Allianz für technologische Souveränität
„Diese Partnerschaft vereint zwei deutsche Technologieführer mit komplementären Stärken“, erklärt Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer von VINCORION. „HEIDELBERG bringt herausragende Industrialisierungskompetenz und Skalierungsfähigkeiten mit. Gemeinsam können wir die technologische Souveränität Europas in einem strategisch wichtigen Bereich stärken und gleichzeitig unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen.“
Hohe Fertigungstiefe in Deutschland
Ziel von HEIDELBERG ist es, sich als verlässlicher Zulieferer hochwertiger Produkte zu etablieren und diese Rolle innerhalb der Verteidigungsbranche schrittweise auszubauen. HEIDELBERG deckt mit seinen Technologien wesentliche Wertschöpfungskompetenzen ab. Dazu gehören die Entwicklung von Hard- und Software, die Fertigung von Elektronikkomponenten, mechanische Bearbeitung, Gießereitechnik sowie die Montage im schweren Maschinenbau von hochkomplexen Anlagen und Systemen. HEIDELBERG ist damit ein erfahrener End-to-End-Systempartner inklusive Ersatzteilversorgung und Service. Ein besonderer Mehrwert liegt in der Fähigkeit zur schnellen Skalierung durch Nutzung vorhandener Infrastruktur und Kapazitäten.
„Mit dem VINCORION-Projekt bringen wir unsere industrielle Kompetenz erstmals in Defence ein“, so Michael Wellenzohn, Leiter von HEIDELBERG Industry. „HEIDELBERG ist mit seinen Kompetenzen und Infrastrukturen ein ernstzunehmender Partner im schweren Maschinenbau mit kurzfristigen Skalierungsfähigkeiten.“
Über VINCORION:
VINCORION ist ein dynamisch wachsendes Technologieunternehmen mit Fokus auf innovativen Energiesystemen in sicherheitskritischen Anwendungsbereichen. Als Partner der Industrien Luftfahrt sowie Sicherheit und Verteidigung entwickelt und fertigt VINCORION Lösungen für die spezifischen Anforderungen seiner Kunden. Mit über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Standorten in Deutschland und den USA ist VINCORION optimal für weiteres Wachstum positioniert.
Über HEIDELBERG:
Die Heidelberger Druckmaschinen AG (HEIDELBERG) ist ein führendes Technologieunternehmen, das weltweit seit 175 Jahren für Innovationskraft, Qualität und Zuverlässigkeit im Maschinenbau steht. Mit einem klaren Fokus auf Wachstum treibt HEIDELBERG als Gesamtanbieter die Weiterentwicklung in den Kernbereichen Verpackungs- und Digitaldruck, Softwarelösungen und dem Lifecycle-Geschäft mit Service und Verbrauchsmaterialien voran, damit Kunden maximale Produktivität und Effizienz erreichen können. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf den Ausbau neuer Geschäftsfelder im Industriegeschäft wie den hochpräzisen Anlagenbau mit integrierter Steuerung, Automatisierungstechnik und Robotik sowie die wachsenden Green Technologies. Aufgrund einer starken internationalen Präsenz in rund 170 Ländern, der Schaffenskraft und Kompetenz seiner rund 9.500 Mitarbeitenden, eigener Produktionsstätten in Europa, China und den USA sowie einem der größten globalen Vertriebs- und Servicenetzwerke, ist das Unternehmen optimal für zukünftiges Wachstum positioniert.
Technologieunternehmen erreicht überdurchschnittliche Bewertung trotz strengerer Kriterien.
Das Technologieunternehmen Vincorion verbessert sein EcoVadis-Rating und zeigt, dass Verteidigungstechnologie und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind. Das Wedeler Unternehmen landet im 79. Prozentrang – ein Erfolg, der in Ausschreibungen zunehmend wettbewerbsentscheidend wird.
Energieeffizienz in der Fertigung, faire Arbeitsbedingungen und ethische Geschäftspraktiken: Das Wedeler Technologieunternehmen VINCORION investiert systematisch in nachhaltigeres Wirtschaften – mit Erfolg. In der aktuellen Bewertung der internationalen Nachhaltigkeitsplattform EcoVadis erreichte das Unternehmen den 79. Prozentrang und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Konkret konnte VINCORION seine Bewertung im EcoVadis-Rating von 61 auf 66 Punkte steigern und erreichte damit eine Bronze-Medaille. Das Unternehmen mit seinen rund 900 Mitarbeitenden an den Standorten Wedel, Altenstadt und Essen schneidet somit besser ab als rund 79 Prozent aller bewerteten Unternehmen der Branche.
„Die Auszeichnung zeigt, dass wir trotz kontinuierlich steigender Anforderungen bei Nachhaltigkeitsstandards auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Astrid Biesterfeldt, Director Corporate Development bei VINCORION. „Nachhaltigkeit ist für uns ein zentraler Baustein unserer Unternehmensstrategie – sowohl als Arbeitgeber als auch als Technologielieferant. Das Ergebnis beweist, dass nachhaltiges Wirtschaften und Sicherheitstechnologie keine Gegensätze sind. Als Unternehmen der Verteidigungsindustrie haben wir eine besondere Verantwortung – sowohl für die aktuelle Sicherheit Europas als auch für kommende Generationen.“
Verbesserungen in allen vier Bewertungsbereichen
Die EcoVadis-Bewertung untersucht Unternehmen in vier Kernbereichen: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. VINCORION konnte sich in allen Kategorien steigern.
Ethik: In diesem Bereich kommt das Unternehmen jetzt unter die Top-drei-Prozent seiner Branche. Besonders gewürdigt wurden das neue „Compliance System“, was einen überarbeiteten Verhaltenscodex darstellt. Die Einhaltung der Anti-Korruptions-Regeln zählt dazu, die Risikovermeidung, der strenge Datenschutz und die Informationssicherheit. Auch ein neues „Whistle-Blower-System“ (ein Hinweisgebersystem) wurde innerhalb des Unternehmens etabliert.
Arbeits- & Menschenrechte: Hier hat VINCORION den Sprung von 60 Punkten (2024) auf 68 Punkte (2025) geschafft. Hervorzuheben ist die flexible Arbeitsorganisation durch Gleitzeit und Homeoffice, die umfassende Gesundheitsvorsorge und besonders die neue Menschen- und Arbeitsrechtsrichtlinie.
Umwelt: Die sichere Entsorgung von Gefahrstoffen, Energieeinsparungen in der Fertigung und die Abfallreduzierung durch Wiederverwertung ermöglichen es VINCORION, in diesem Bereich von 60 auf 63 Punkte zu kommen. Ab 2026 will das Unternehmen komplett auf Ökostrom umstellen.
Nachhaltige Beschaffung: Der neue „Supplier Code of Conduct“ von VINCORION und die Bewertung von Lieferanten lässt eine Verbesserung von 40 auf 48 Punkte zu. Künftig will das Unternehmen noch gezielter an diesem Bereich arbeiten.

Astrid Biesterfeldt, Director Corporate Development, erklärt die EcoVadis-Auszeichnung.
Nachhaltige Technologieentwicklung als separater Fokus
Parallel zur unternehmensinternen Nachhaltigkeitsoptimierung entwickelt VINCORION auch nachhaltige Technologien für seine Kunden. „Natürlich ist Sicherheit unsere Top-Ausrichtung, flankiert und unterstützt durch Nachhaltigkeit“, betont Astrid Biesterfeldt.
Das Unternehmen entwickelt im Rahmen seiner „Green Defence“-Initiative energieeffiziente Systeme für Verteidigungsanwendungen, wie beispielsweise Generatoren, die den Kraftstoffverbrauch um bis zu 33 Prozent reduzieren und gleichzeitig die Einsatzfähigkeit erhöhen. Diese Technologien finden zunehmend auch in zivilen Anwendungen Verwendung und zeigen, wie technische Innovation und Umweltschutz zusammenwirken können.
Kontinuierliche Verbesserung mit konkreten Zielen
Ein eigenes „CSR Board“ koordiniert die Nachhaltigkeitsstrategie bei VINCORION. Das Team aus verschiedenen Unternehmensbereichen entwickelt und überwacht konkrete Maßnahmen. „Nachhaltigkeit entwickelt sich dynamisch weiter – die Bewertungskriterien werden Jahr für Jahr anspruchsvoller“, erklärt Biesterfeldt. „Umso wichtiger ist es, dass wir kontinuierlich an allen Stellschrauben arbeiten und dabei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbeziehen.“
Für die kommenden Jahre hat sich das Unternehmen weitere konkrete Ziele gesetzt: „Wir wollen noch spezifischere Zielvorgaben im Umweltbereich entwickeln“, erklärt Biesterfeldt, „und streben auch bei der nachhaltigen Beschaffung weitere Verbesserungen an.“ Das Unternehmen führt zudem eine umfassende Mobilitätsumfrage an allen deutschen Standorten durch, um zusätzliche Optimierungspotenziale auf dem Weg zum Arbeitsplatz wie auch bei Dienstreisen zu identifizieren.
Die Verbesserungen kommen nicht nur der Umwelt zugute, sondern stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bei Ausschreibungen. Nachhaltigkeit wird zu einem zunehmend relevanten Bewertungskriterium.
Über EcoVadis
EcoVadis ist eine international anerkannte Plattform für Nachhaltigkeitsbewertungen mit Sitz in Paris. Das Unternehmen bewertet anhand von 21 Nachhaltigkeitskriterien, wie verantwortungsbewusst Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung handeln. Weltweit kooperieren mehr als 90.000 Unternehmen aus 200 Branchen in 160 Ländern mit EcoVadis.
Die Verteidigungsindustrie gewinnt an Bedeutung in Deutschland: Fast vier von zehn Befragten sehen sie als wichtigen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und Europas. Bei jedem fünften Deutschen hat sich die Meinung zur Branche seit dem Jahr 2022 verbessert. Besonders attraktiv an einer Tätigkeit in der Verteidigungsindustrie sind für die Befragten die spannenden Technologien (29 %) und Chancen zur internationalen Zusammenarbeit (21 %).
Eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt: Die deutsche Verteidigungsindustrie wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern als ein sinnstiftender Arbeitsbereich angesehen, der einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit leistet. Gleichzeitig besteht Handlungsbedarf bei der Modernisierung und der Transparenz der Branche.
Fast vier von zehn Befragten (39 Prozent) sehen in einer Tätigkeit in der wehrtechnischen Industrie die Möglichkeit, einen „Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und Europas“ zu leisten. Besonders die Arbeit an „spannenden Technologien und Projekten“ (29 Prozent) sowie die „Chancen zur internationalen Zusammenarbeit“ (21 Prozent) machen die Branche attraktiv. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag des Technologieunternehmens VINCORION, für die im April 2025 mehr als 2.000 Personen befragt wurden.
„Wir bei VINCORION spüren diese Entwicklung ganz konkret in unseren Bewerbungszahlen, die sich seit 2023 verdoppelt haben“, erklärt Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer von VINCORION. „Allein im vergangenen Jahr konnten wir unsere Belegschaft auf 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbauen – wir wachsen um fast 100 Beschäftigte im Jahr. Im ersten Quartal 2025 haben wir bereits 2500 Bewerbungen erhalten. Besonders bemerkenswert ist, dass viele Bewerber gezielt die Verbindung von Hightech-Entwicklung und dem Beitrag zur Sicherheit Europas suchen.“

Gestiegene Relevanz seit dem Ukraine-Krieg
Die geopolitischen Veränderungen seit dem Jahr 2022 haben das Bewusstsein für die Bedeutung der Verteidigungsindustrie geschärft. Jeder fünfte Befragte (21 Prozent) gibt an, dass sich seine Meinung zur Branche seit 2022 verbessert hat.
Der Stimmungswandel offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen und Geschlechtern: Während bei Männern mehr als jeder Vierte (28 Prozent) eine positivere Einstellung zur Verteidigungs-Branche entwickelt hat, ist es bei den Frauen nur etwa jede Siebte (15 Prozent). Besonders ausgeprägt ist die Verbesserung bei jungen Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren (29 Prozent) sowie bei Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss wie dem Abitur (26 Prozent).
„Die Relevanz ist gestiegen, das zeigt sich in der öffentlichen Wahrnehmung, in der Politik und eben auch in unserem wachsenden Geschäft“, so von Mentzingen. „VINCORION konnte 2024 erstmals die 200-Millionen-Euro-Umsatzmarke überschreiten – ein signifikanter Anstieg gegenüber den 163 Millionen Euro im Vorjahr. Besonders im Bereich der energieeffizienten Stromerzeuger für die Luftverteidigung und bei Komponenten für die Stabilisierung von Panzerfahrzeugen verzeichnen wir eine stark wachsende Nachfrage. Und wir entwickeln Spitzentechnologien wie unsere neue Rettungswinde für Helikopter.“
Klarer Auftrag an die Politik
Die Umfrage zeigt auch, welche Prioritäten die Bürgerinnen und Bürger bei Investitionen im Bereich Sicherheit und Verteidigung sehen (Abfrage der wichtigsten 3 Investitionen): Für 40 Prozent stehen die Investitionen in die Ausrüstung und Personalaufbau der Bundeswehr an erster Stelle. 34 Prozent würden in den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz investieren, 29 Prozent in Europäische Kooperationen zur Verteidigung. Immerhin 28 Prozent sehen die direkte Stärkung der heimischen Verteidigungsindustrie als wichtig an.
„Die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen in Deutschland die Bedeutung einer koordinierten europäischen Verteidigungsstrategie erkannt haben – und das deckt sich mit unserer Unternehmensstrategie“, betont von Mentzingen. „VINCORION ist bereits aktiv in europäische Forschungsinitiativen eingebunden, wie das mit 20 Millionen Euro durch den European Defence Fund geförderte Projekt NOMAD, bei dem wir an zukunftsweisenden Energiespeichersystemen für militärische Operationsbasen arbeiten. Wir bringen hier unsere Expertise bei Generatoren und hybriden Energiesystemen ein und kooperieren mit Partnern aus neun europäischen Ländern.“

Herausforderungen für die Branche
Viele Befragte sehen die Verteidigungsindustrie außerdem als „relevant“ (30 Prozent) und „verantwortungsbewusst“ (22 Prozent) an. Zudem wird sie als „krisensicher“ (20 Prozent) wahrgenommen – in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dürfte das ein wichtiger Aspekt sein.
Bemerkenswert ist der Zusammenhang mit dem politischen Interesse: Je stärker dieses Interesse nach eigenem Bekunden ausgeprägt ist, desto höher ist die Zustimmung zur Relevanz der Branche. Die Bandbreite reicht von 14 Prozent bei Menschen ohne jedes politische Interesse bis hin zu 41 Prozent bei sehr stark politisch Interessierten.
Auch bei der Parteipräferenz zeigen sich deutliche Unterschiede: Während 38 Prozent der Wähler von CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen die Branche als „relevant“ einstufen und bei FDP-Wählern sogar 48 Prozent, sind es bei Wählern der AfD lediglich 23 Prozent.
Gleichzeitig offenbart die Umfrage Verbesserungspotenzial: 26 Prozent der Befragten halten die Branche für „langsam“ und nur fünf Prozent bescheinigen ihr, „transparent“ zu sein.
„Wir haben diese Herausforderungen bei VINCORION erkannt und konkrete Maßnahmen eingeleitet“, erklärt von Mentzingen. „Um unsere Produktionsprozesse zu beschleunigen, stellen wir aktuell unsere Fertigung in Wedel vom Manufakturbetrieb auf eine effizientere Serienfertigung um. Dies ermöglicht es uns, die stark gestiegene Nachfrage – etwa nach Komponenten für den Leopard 2 – besser zu bedienen. Auch bei Transparenz haben wir Fortschritte gemacht: Mit unserem Engagement für ‚Green Defense‘ nehmen wir eine Vorreiterrolle in der Branche ein und kommunizieren offen über unsere Nachhaltigkeitsstrategie und konkrete Projekte wie unsere Stromaggregate, die weniger verbrauchen und so die Einsatzbereitschaft und Sicherheit der Streitkräfte erhöhen.“
Aufgabe der Branche, aber auch der neuen Bundesregierung muss sein, den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, welche Anstrengungen nötig sind, um die Sicherheit Deutschlands zu gewährleisten.
- Jobmotor Rüstungsindustrie
- Produktion mit Prüffeld
- Standort Wedel bei Hamburg
- Geschäftsführer Kajetan von Mentzingen
Über die Studie
Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von VINCORION durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 14. und 16.04.2025 insgesamt 2046 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.





