Technologieunternehmen erreicht überdurchschnittliche Bewertung trotz strengerer Kriterien.
Das Technologieunternehmen Vincorion verbessert sein EcoVadis-Rating und zeigt, dass Verteidigungstechnologie und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sind. Das Wedeler Unternehmen landet im 79. Prozentrang – ein Erfolg, der in Ausschreibungen zunehmend wettbewerbsentscheidend wird.
Energieeffizienz in der Fertigung, faire Arbeitsbedingungen und ethische Geschäftspraktiken: Das Wedeler Technologieunternehmen VINCORION investiert systematisch in nachhaltigeres Wirtschaften – mit Erfolg. In der aktuellen Bewertung der internationalen Nachhaltigkeitsplattform EcoVadis erreichte das Unternehmen den 79. Prozentrang und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Konkret konnte VINCORION seine Bewertung im EcoVadis-Rating von 61 auf 66 Punkte steigern und erreichte damit eine Bronze-Medaille. Das Unternehmen mit seinen rund 900 Mitarbeitenden an den Standorten Wedel, Altenstadt und Essen schneidet somit besser ab als rund 79 Prozent aller bewerteten Unternehmen der Branche.
„Die Auszeichnung zeigt, dass wir trotz kontinuierlich steigender Anforderungen bei Nachhaltigkeitsstandards auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Astrid Biesterfeldt, Director Corporate Development bei VINCORION. „Nachhaltigkeit ist für uns ein zentraler Baustein unserer Unternehmensstrategie – sowohl als Arbeitgeber als auch als Technologielieferant. Das Ergebnis beweist, dass nachhaltiges Wirtschaften und Sicherheitstechnologie keine Gegensätze sind. Als Unternehmen der Verteidigungsindustrie haben wir eine besondere Verantwortung – sowohl für die aktuelle Sicherheit Europas als auch für kommende Generationen.“
Verbesserungen in allen vier Bewertungsbereichen
Die EcoVadis-Bewertung untersucht Unternehmen in vier Kernbereichen: Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. VINCORION konnte sich in allen Kategorien steigern.
Ethik: In diesem Bereich kommt das Unternehmen jetzt unter die Top-drei-Prozent seiner Branche. Besonders gewürdigt wurden das neue „Compliance System“, was einen überarbeiteten Verhaltenscodex darstellt. Die Einhaltung der Anti-Korruptions-Regeln zählt dazu, die Risikovermeidung, der strenge Datenschutz und die Informationssicherheit. Auch ein neues „Whistle-Blower-System“ (ein Hinweisgebersystem) wurde innerhalb des Unternehmens etabliert.
Arbeits- & Menschenrechte: Hier hat VINCORION den Sprung von 60 Punkten (2024) auf 68 Punkte (2025) geschafft. Hervorzuheben ist die flexible Arbeitsorganisation durch Gleitzeit und Homeoffice, die umfassende Gesundheitsvorsorge und besonders die neue Menschen- und Arbeitsrechtsrichtlinie.
Umwelt: Die sichere Entsorgung von Gefahrstoffen, Energieeinsparungen in der Fertigung und die Abfallreduzierung durch Wiederverwertung ermöglichen es VINCORION, in diesem Bereich von 60 auf 63 Punkte zu kommen. Ab 2026 will das Unternehmen komplett auf Ökostrom umstellen.
Nachhaltige Beschaffung: Der neue „Supplier Code of Conduct“ von VINCORION und die Bewertung von Lieferanten lässt eine Verbesserung von 40 auf 48 Punkte zu. Künftig will das Unternehmen noch gezielter an diesem Bereich arbeiten.

Astrid Biesterfeldt, Director Corporate Development, erklärt die EcoVadis-Auszeichnung.
Nachhaltige Technologieentwicklung als separater Fokus
Parallel zur unternehmensinternen Nachhaltigkeitsoptimierung entwickelt VINCORION auch nachhaltige Technologien für seine Kunden. „Natürlich ist Sicherheit unsere Top-Ausrichtung, flankiert und unterstützt durch Nachhaltigkeit“, betont Astrid Biesterfeldt.
Das Unternehmen entwickelt im Rahmen seiner „Green Defence“-Initiative energieeffiziente Systeme für Verteidigungsanwendungen, wie beispielsweise Generatoren, die den Kraftstoffverbrauch um bis zu 33 Prozent reduzieren und gleichzeitig die Einsatzfähigkeit erhöhen. Diese Technologien finden zunehmend auch in zivilen Anwendungen Verwendung und zeigen, wie technische Innovation und Umweltschutz zusammenwirken können.
Kontinuierliche Verbesserung mit konkreten Zielen
Ein eigenes „CSR Board“ koordiniert die Nachhaltigkeitsstrategie bei VINCORION. Das Team aus verschiedenen Unternehmensbereichen entwickelt und überwacht konkrete Maßnahmen. „Nachhaltigkeit entwickelt sich dynamisch weiter – die Bewertungskriterien werden Jahr für Jahr anspruchsvoller“, erklärt Biesterfeldt. „Umso wichtiger ist es, dass wir kontinuierlich an allen Stellschrauben arbeiten und dabei unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einbeziehen.“
Für die kommenden Jahre hat sich das Unternehmen weitere konkrete Ziele gesetzt: „Wir wollen noch spezifischere Zielvorgaben im Umweltbereich entwickeln“, erklärt Biesterfeldt, „und streben auch bei der nachhaltigen Beschaffung weitere Verbesserungen an.“ Das Unternehmen führt zudem eine umfassende Mobilitätsumfrage an allen deutschen Standorten durch, um zusätzliche Optimierungspotenziale auf dem Weg zum Arbeitsplatz wie auch bei Dienstreisen zu identifizieren.
Die Verbesserungen kommen nicht nur der Umwelt zugute, sondern stärken auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens bei Ausschreibungen. Nachhaltigkeit wird zu einem zunehmend relevanten Bewertungskriterium.
Über EcoVadis
EcoVadis ist eine international anerkannte Plattform für Nachhaltigkeitsbewertungen mit Sitz in Paris. Das Unternehmen bewertet anhand von 21 Nachhaltigkeitskriterien, wie verantwortungsbewusst Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung handeln. Weltweit kooperieren mehr als 90.000 Unternehmen aus 200 Branchen in 160 Ländern mit EcoVadis.
Die Verteidigungsindustrie gewinnt an Bedeutung in Deutschland: Fast vier von zehn Befragten sehen sie als wichtigen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und Europas. Bei jedem fünften Deutschen hat sich die Meinung zur Branche seit dem Jahr 2022 verbessert. Besonders attraktiv an einer Tätigkeit in der Verteidigungsindustrie sind für die Befragten die spannenden Technologien (29 %) und Chancen zur internationalen Zusammenarbeit (21 %).
Eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt: Die deutsche Verteidigungsindustrie wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern als ein sinnstiftender Arbeitsbereich angesehen, der einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit leistet. Gleichzeitig besteht Handlungsbedarf bei der Modernisierung und der Transparenz der Branche.
Fast vier von zehn Befragten (39 Prozent) sehen in einer Tätigkeit in der wehrtechnischen Industrie die Möglichkeit, einen „Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und Europas“ zu leisten. Besonders die Arbeit an „spannenden Technologien und Projekten“ (29 Prozent) sowie die „Chancen zur internationalen Zusammenarbeit“ (21 Prozent) machen die Branche attraktiv. Dies ergibt eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag des Technologieunternehmens VINCORION, für die im April 2025 mehr als 2.000 Personen befragt wurden.
„Wir bei VINCORION spüren diese Entwicklung ganz konkret in unseren Bewerbungszahlen, die sich seit 2023 verdoppelt haben“, erklärt Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer von VINCORION. „Allein im vergangenen Jahr konnten wir unsere Belegschaft auf 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbauen – wir wachsen um fast 100 Beschäftigte im Jahr. Im ersten Quartal 2025 haben wir bereits 2500 Bewerbungen erhalten. Besonders bemerkenswert ist, dass viele Bewerber gezielt die Verbindung von Hightech-Entwicklung und dem Beitrag zur Sicherheit Europas suchen.“

Gestiegene Relevanz seit dem Ukraine-Krieg
Die geopolitischen Veränderungen seit dem Jahr 2022 haben das Bewusstsein für die Bedeutung der Verteidigungsindustrie geschärft. Jeder fünfte Befragte (21 Prozent) gibt an, dass sich seine Meinung zur Branche seit 2022 verbessert hat.
Der Stimmungswandel offenbart deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen und Geschlechtern: Während bei Männern mehr als jeder Vierte (28 Prozent) eine positivere Einstellung zur Verteidigungs-Branche entwickelt hat, ist es bei den Frauen nur etwa jede Siebte (15 Prozent). Besonders ausgeprägt ist die Verbesserung bei jungen Erwachsenen zwischen 25 und 34 Jahren (29 Prozent) sowie bei Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss wie dem Abitur (26 Prozent).
„Die Relevanz ist gestiegen, das zeigt sich in der öffentlichen Wahrnehmung, in der Politik und eben auch in unserem wachsenden Geschäft“, so von Mentzingen. „VINCORION konnte 2024 erstmals die 200-Millionen-Euro-Umsatzmarke überschreiten – ein signifikanter Anstieg gegenüber den 163 Millionen Euro im Vorjahr. Besonders im Bereich der energieeffizienten Stromerzeuger für die Luftverteidigung und bei Komponenten für die Stabilisierung von Panzerfahrzeugen verzeichnen wir eine stark wachsende Nachfrage. Und wir entwickeln Spitzentechnologien wie unsere neue Rettungswinde für Helikopter.“
Klarer Auftrag an die Politik
Die Umfrage zeigt auch, welche Prioritäten die Bürgerinnen und Bürger bei Investitionen im Bereich Sicherheit und Verteidigung sehen (Abfrage der wichtigsten 3 Investitionen): Für 40 Prozent stehen die Investitionen in die Ausrüstung und Personalaufbau der Bundeswehr an erster Stelle. 34 Prozent würden in den Katastrophen- und Bevölkerungsschutz investieren, 29 Prozent in Europäische Kooperationen zur Verteidigung. Immerhin 28 Prozent sehen die direkte Stärkung der heimischen Verteidigungsindustrie als wichtig an.
„Die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen in Deutschland die Bedeutung einer koordinierten europäischen Verteidigungsstrategie erkannt haben – und das deckt sich mit unserer Unternehmensstrategie“, betont von Mentzingen. „VINCORION ist bereits aktiv in europäische Forschungsinitiativen eingebunden, wie das mit 20 Millionen Euro durch den European Defence Fund geförderte Projekt NOMAD, bei dem wir an zukunftsweisenden Energiespeichersystemen für militärische Operationsbasen arbeiten. Wir bringen hier unsere Expertise bei Generatoren und hybriden Energiesystemen ein und kooperieren mit Partnern aus neun europäischen Ländern.“

Herausforderungen für die Branche
Viele Befragte sehen die Verteidigungsindustrie außerdem als „relevant“ (30 Prozent) und „verantwortungsbewusst“ (22 Prozent) an. Zudem wird sie als „krisensicher“ (20 Prozent) wahrgenommen – in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dürfte das ein wichtiger Aspekt sein.
Bemerkenswert ist der Zusammenhang mit dem politischen Interesse: Je stärker dieses Interesse nach eigenem Bekunden ausgeprägt ist, desto höher ist die Zustimmung zur Relevanz der Branche. Die Bandbreite reicht von 14 Prozent bei Menschen ohne jedes politische Interesse bis hin zu 41 Prozent bei sehr stark politisch Interessierten.
Auch bei der Parteipräferenz zeigen sich deutliche Unterschiede: Während 38 Prozent der Wähler von CDU/CSU und Bündnis 90/Die Grünen die Branche als „relevant“ einstufen und bei FDP-Wählern sogar 48 Prozent, sind es bei Wählern der AfD lediglich 23 Prozent.
Gleichzeitig offenbart die Umfrage Verbesserungspotenzial: 26 Prozent der Befragten halten die Branche für „langsam“ und nur fünf Prozent bescheinigen ihr, „transparent“ zu sein.
„Wir haben diese Herausforderungen bei VINCORION erkannt und konkrete Maßnahmen eingeleitet“, erklärt von Mentzingen. „Um unsere Produktionsprozesse zu beschleunigen, stellen wir aktuell unsere Fertigung in Wedel vom Manufakturbetrieb auf eine effizientere Serienfertigung um. Dies ermöglicht es uns, die stark gestiegene Nachfrage – etwa nach Komponenten für den Leopard 2 – besser zu bedienen. Auch bei Transparenz haben wir Fortschritte gemacht: Mit unserem Engagement für ‚Green Defense‘ nehmen wir eine Vorreiterrolle in der Branche ein und kommunizieren offen über unsere Nachhaltigkeitsstrategie und konkrete Projekte wie unsere Stromaggregate, die weniger verbrauchen und so die Einsatzbereitschaft und Sicherheit der Streitkräfte erhöhen.“
Aufgabe der Branche, aber auch der neuen Bundesregierung muss sein, den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, welche Anstrengungen nötig sind, um die Sicherheit Deutschlands zu gewährleisten.
- Jobmotor Rüstungsindustrie
- Produktion mit Prüffeld
- Standort Wedel bei Hamburg
- Geschäftsführer Kajetan von Mentzingen
Über die Studie
Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von VINCORION durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 14. und 16.04.2025 insgesamt 2046 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Am 3. April öffnete VINCORION in Wedel sein Werkstor in der Feldstraße in Wedel und in der Bamlerstraße in Essen für den bundesweiten Girls‘ Day 2025. Das Technologieunternehmen bot interessierten Mädchen und Jungen zwischen 10 und 14 Jahren einen spannenden Einblick in die faszinierende Welt der Hightech-Entwicklung und Fertigung – mit dem Ziel, mehr junge Menschen, insbesondere Mädchen, für technische Berufe zu begeistern.
„Der Girls‘ Day ist für uns eine wichtige Initiative, um Mädchen frühzeitig für MINT-Berufe zu interessieren“, erklärt Alina Cornils von der VINCORION-Personalabteilung. „In der Technikbranche sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Mit praxisnahen Erlebnissen möchten wir zeigen, wie vielfältig und zukunftsorientiert technische Berufe sein können.“
Von der Theorie zur Praxis
Der Tag begann um 8:00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück in einem der Konferenzräume am Standort Wedel. Währenddessen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch eine lebendige Unternehmenspräsentation erste Einblicke in die Arbeitswelt von VINCORION. Die beiden Azubis Till und Ole hatten ihre Unternehmenspräsentation mit coolen Fakten und lustigen Einspielungen vorbereitet. Anschließend wurden die Mädchen und Jungs in zwei Gruppen aufgeteilt, um abwechselnd an einer Werksführung und einem praktischen Workshop teilzunehmen.
Im Workshop durften die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung von Werner Backhaus-Falkenhain und seinem Team eigene Verlängerungskabel bauen. „Es war beeindruckend zu sehen, mit welchem Enthusiasmus und welcher Präzision die Mädchen und Jungs die technischen Herausforderungen gemeistert haben“, berichtet einer der Betreuer. „Viele haben gezielt nach Feedback gefragt und wollten genau wissen, ob sie alles richtig machen.“ Das war gar nicht so einfach: Bei den feinen Aderendhülsen konnten die Schülerinnen und Schüler lernen, dass es Fingerspitzengefühl benötigt, diese auf die Kabel zu bekommen.

Hightech hautnah erleben
Nach einem stärkenden Mittagessen mit Chicken-Nuggets und Pommes – zur Freude vieler Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in vegetarischer Variante – tauschten die Gruppen. Die Werksführung gewährte Einblicke in verschiedene Produktionsbereiche des Unternehmens:
In der Halle 2 beispielsweise konnten die Mädchen und Jungs die Fertigung von Leistungselektronik für Kampfpanzer wie den Leopard und den Schützenpanzer Puma sowie die Produktion von Rettungswinden für Hubschrauber beobachten. Ein besonderes Highlight erwartete die Gruppe in Halle 14, wo sie einen beeindruckenden Demonstrationsversuch zur Stabilisierung von Sichtspiegeln in Ausblickbaugruppen erleben durften – Spitzentechnologie, die bei den jungen Besucherinnen und Besuchern für Interesse sorgte.
„Die Mädchen und Jungs waren besonders beeindruckt von den Eindrücken der Werksführung“, erzählt Marco Lienau, der einen großen Teil der Führung leitete. „Wenn sie sehen, wie Technik tatsächlich funktioniert und welche spannenden Anwendungen es gibt, entsteht oft ein ‚Aha-Moment‘, der Interesse weckt.“

Berufsperspektiven entdecken
Ein wichtiger Aspekt des Girls‘ Day ist es, authentische Einblicke in den Berufsalltag zu vermitteln. Besonders aufregend war für einige Teilnehmerinnen der Besuch in Haus 13 und dem Lager auf dem Gelände von VINCORION, wo einige ihre eigenen Eltern bei der Arbeit beobachten konnten – vom Lager über die Werkstätten bis hin zum Kundendienst.
„Technische Berufe bieten hervorragende Zukunftsperspektiven“, betont Alina Cornils. „Bei VINCORION beschäftigen wir Fachkräfte in verschiedensten Bereichen – von der Elektronik über Mechatronik bis hin zur Systemintegration. Wir möchten jungen Frauen zeigen, dass sie in diesen Feldern beste Karrierechancen haben.“
Initiativen, um Nachwuchstalente zu gewinnen
Zum Abschluss des Tages kehrten alle Teilnehmerinnen ins Haus 12 zurück, wo sie ihre selbstgebauten und geprüften Kabel in Empfang nehmen konnten. Um 14:30 Uhr endete ein erlebnisreicher Tag, der bei vielen Mädchen nicht nur bleibende Eindrücke, sondern hoffentlich auch Interesse an technischen Berufen hinterlassen hat.
VINCORION setzt sich als Technologieunternehmen aktiv für Diversität und die Förderung von Frauen in technischen Berufen ein. Der Girls‘ Day ist dabei nur eine von mehreren Initiativen, um Nachwuchstalente zu gewinnen und für die spannende Welt der Technik zu begeistern.

„Defence made in Bavaria“: Staatssekretär Tobias Gotthardt informiert sich über Entwicklung der neuesten Energiesysteme für die Luftabwehr, die effizient und ressourcenschonend sind, und den Ausbau von Arbeitsplätzen in Altenstadt.
Das Technologieunternehmen Vincorion baut seinen Standort in Altenstadt aus. Tobias Gotthardt, der Bayerische Staatssekretär für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, informierte sich bei seinem Besuch des Unternehmens über die Entwicklung moderner Luftverteidigungssysteme und die geplante Erweiterung des Werks.
„Unser Standort Altenstadt hat sich zu einem Kompetenzzentrum für mobile Energieversorgung entwickelt“, erläuterte Jürgen Arold, Managing Director und Vice President Engineering. „Hier fertigen wir nicht nur Subsysteme für wichtige Luftabwehrsysteme wie Patriot und IRIS-T, sondern entwickeln auch die neue Generation von Stromerzeugungsaggregaten für die Bundeswehr.“

Staatssekretär Tobias Gotthardt (links) besucht VINCORION in Altenstadt, wo ihn Jürgen Arold, Managing Director (rechts), und Daniel Zeitler, Leiter Produktmanagement (Mitte), begrüßen.
Werkserweiterung für European Sky Shield
Um die erwartete Nachfrage zu bedienen, plant Vincorion jetzt auch den Bau einer neuen Produktionshalle am Standort Altenstadt. „Wir schaffen hier die Voraussetzungen für weiteres Wachstum“, erläuterte Arold. Neben der gegenwärtigen Produktion in den modernen Werkshallen hält das Unternehmen auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Altenstadt Reserveflächen vor. Dort soll die neue Halle entstehen.
„Wir planen, den Umsatz in den nächsten Jahren auf 150 Millionen Euro allein am Standort Altenstadt auszubauen“, erklärt Arold – was einer Vervierfachung gleichkommt. Dafür werden auch neue Mitarbeiter gesucht. Vincorion plant, in den nächsten Jahren eine erhebliche Anzahl neuer Kolleginnen und Kollegen einstellen zu können.
Der steigende Bedarf an modernen Luftverteidigungssystemen, insbesondere im Rahmen der European Sky Shield Initiative, macht den Ausbau der Produktionskapazitäten erforderlich. Die geplante neue Fertigungshalle wird modernste Standards erfüllen und ist auf eine effiziente Produktion der komplexen Systeme ausgelegt.
Bayerischer Mittelstand als Innovationstreiber
Die Stromerzeuger in verschiedenen Leistungsklassen entwickelt Vincorion für das Bundesamt für Beschaffungswesen (BAAINBw) in Koblenz. „Unsere neue Generation der Stromerzeugungsaggregate ‚PGM low emissions‘ setzt neue Maßstäbe in Sachen Effizienz, Einsatzbereitschaft und auch Umweltfreundlichkeit“, erklärte Daniel Zeitler, Leiter des Produktmanagements. „Die Aggregate können im Normalbetrieb die strengen Emissionsgrenzwerte der EU-Abgasstufe V einhalten und sind gleichzeitig für den militärischen Einsatz unter härtesten Bedingungen optimiert.“
Staatssekretär Gotthardt zeigte sich beeindruckt: „Was in Altenstadt geleistet wird, zeigt das enorme Innovationspotenzial des bayerischen Mittelstands. Spitzenforschung findet nicht nur in großen Konzernen statt. Unsere mittelständischen Unternehmen sind bekannt für ihre Innovationskraft. Als Hidden Champions erobern sie nicht nur die internationalen Märkte. Sie sorgen vor allem für regionale Wertschöpfung. Ich freue mich, dass sich Vincorion für den Ausbau in der Region Weilheim-Schongau entschieden hat und damit interessante Arbeitsplätze vor Ort schafft.“
Green Defence als Zukunftstechnologie
Vincorion hat sich dem Thema „Green Defence“ verschrieben, denn Stromerzeuger laufen etwa bei den Luftabwehrsystemen 24 Stunden am Tag. Da kommt es der Sicherheit und den knappen Ressourcen zugute, wenn sie durch moderne Technik weniger Kraftstoff verbrauchen und weniger Schadstoffe ausstoßen. Bei seinem Rundgang durch die moderne Fertigung in Altenstadt konnte sich Staatssekretär Gotthardt davon überzeugen.
Die neuen Stromerzeugungsaggregate können neben dem normalen Dieselbetrieb auch mit dem lokalen Stromnetz oder nachhaltigen Energiequellen gekoppelt werden. „Unsere Systeme sind für die Integration von regenerativen Energiequellen wie Photovoltaikanlagen vorbereitet und können im Verbund mit Batteriespeichern betrieben werden“, erklärte Zeitler. „Das reduziert nicht nur den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen, sondern erhöht auch die taktischen Möglichkeiten im Einsatz.“
Die ersten Testmodelle der neuen Aggregate sind bereits ausgeliefert worden, die Vorserienmodelle folgen Ende des Jahres 2025. Für eine Serienproduktion müssen die Hallenflächen jedoch deutlich erweitert werden.
Gemeinsam die Zukunft des Unternehmens gestalten
Vincorion ist mit seinen drei Standorten in Deutschland, neben Altenstadt ist das Unternehmen auch in Wedel bei Hamburg und in Essen vertreten, auf Erfolgskurs: Der Umsatz hat 2024 die 200-Millionen-Euro-Marke erreicht, die Mitarbeiterzahl ist konzernweit auf 900 gestiegen. Allein am Standort Altenstadt werden aktuell über 200 Fachkräfte beschäftigt.
„Als Betriebsrat haben wir am Standort die Möglichkeit, gemeinsam mit der Geschäftsführung den Ausbau zu begleiten, gemeinsam wichtige Entscheidungen für die Belegschaft zu treffen und damit die Zukunft des Unternehmens zu gestalten und zu sichern“, sagt Michele Ciranna, der Vorsitzende des Betriebsrats.
„Mit unseren modernen Energiesystemen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Bundeswehr“, betonte Arold. „Gerade der Mittelstand zeigt hier, dass Verteidigungsfähigkeit und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Die Technologie ist verfügbar und wir arbeiten bereits an unserem Ausbau, Kompetenzaufbau und der Optimierung unserer Prozesse – jetzt braucht es verlässliche Rahmenbedingungen für die notwendigen Investitionen.“
Das technische Know-how im eigenen Land
„Bayern und ganz Deutschland brauchen eine leistungsfähige und nachhaltige Verteidigungsindustrie“, fasst Staatssekretär Gotthardt zusammen. „Die aktuellen geopolitischen Herausforderungen erfordern Investitionen in moderne Ausrüstung. Unternehmen wie Vincorion zeigen, dass wir dafür das technologische Know-how im eigenen Land haben.“
Das Technologieunternehmen setzt auf weiteren Ausbau der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.
Das Technologieunternehmen VINCORION setzt seinen Wachstumskurs fort: Der Umsatz hat 2024 die 200-Millionen-Euro-Marke erreicht – ein deutlicher Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Diese positive Entwicklung zeigt die starke Position des Wedeler Unternehmens als Technologielieferant: Die Aufträge reichen von Energiesystemen für die Modernisierung der Streitkräfte, etwa mit den Generatoren für Panzerfahrzeuge bis zu Technik für die zivile Luftfahrt, wie die Entwicklung der neuen elektrischen Rettungswinde für Helikopter.
„Unsere Entwicklung im Jahr 2024 zeigt, dass die deutsche Industrie ihre Verantwortung für die Sicherheit unseres Landes ernst nimmt und die notwendigen Kapazitäten bereitstellt“, betont Geschäftsführer Kajetan von Mentzingen. „Die erfolgreiche Umsetzung wichtiger Projekte belegt das Innovationspotenzial und die Leistungsfähigkeit der deutschen Verteidigungsindustrie.“
Strategische Schlüsselprojekte vorangetrieben
Zu den bedeutenden Erfolgen des Jahres zählt die Ausrüstung des Kampfpanzers Leopard 2 mit wichtigen Komponenten wie den Ausblickbaugruppen für die visuelle Erfassung der Umgebung und die Zielerfassung, sowie die Weiterentwicklung der Leistungselektronik für den Schützenpanzer Puma. Besonders hervorzuheben sind neue Aufträge für den Leopard 2 aus europäischen Ländern.
Für diese und weitere Panzertypen liefert VINCORION die innovative modulare Waffenstabilisierung GTD chaser, die das Unternehmen im Sommer 2024 auf der Fachmesse Eurosatory in Paris präsentierte, und die in aktuellen und künftigen Generationen des Leopard 2 zum Einsatz kommt, ebenso wie in der Panzerhaubitze 2000 und weiteren Fahrzeugen.
Die Produktion am Standort im bayerischen Altenstadt konzentriert sich auf die Fertigung von Stromaggregaten, unter anderem für die Bundeswehr, aber auch für Luftabwehrsysteme für die deutschen und andere Streitkräfte. Im Werk Essen werden vorrangig Generatoren produziert, die eine signifikante Leistungssteigerung beim Radpanzer Boxer ermöglichen. Die VINCORION-Niederlassung in den USA sichert die Ersatzteilversorgung für das Patriot-System.
„Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, dass wir die Modernisierung der Bundeswehr konsequent vorantreiben müssen“, erklärt von Mentzingen. „Unser Ziel muss es sein, die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands bis 2029 deutlich zu stärken. Dafür benötigen wir eine nachhaltige Investition in moderne Ausrüstung und zukunftsweisende Technologien.“
Breite Unterstützung in der Bevölkerung
Eine aktuelle repräsentative Studie des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr zeigt einen grundlegenden Wandel in der öffentlichen Wahrnehmung. „Die Ergebnisse sind beeindruckend“, erläutert von Mentzingen. „82 Prozent der insgesamt 2000 Befragten äußern sich positiv zur Bundeswehr. Das zeigt das gewachsene Verständnis für die Bedeutung unserer Streitkräfte.“
Besonders aufschlussreich ist die deutlich gestiegene Unterstützung für höhere Verteidigungsausgaben: Während vor drei Jahren nur 41 Prozent der Befragten eine Erhöhung befürworteten, sprechen sich heute 58 Prozent dafür aus. „Dieser signifikante Anstieg bestätigt den tiefgreifenden Bewusstseinswandel in der Gesellschaft“, betont von Mentzingen. „Die Menschen erkennen zunehmend, dass Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit ihren Preis haben.“
„Bemerkenswert ist auch die breite Unterstützung für die Einhaltung der NATO-Zusagen“, hebt von Mentzingen hervor. „70 Prozent der Befragten sprechen sich für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen aus – das ist ein deutlicher Auftrag an die Politik.“ Diese Zahlen zeigen auch, dass die Bevölkerung die sicherheitspolitischen Herausforderungen sehr realistisch einschätzt. Im Anhang gibt es weitere Grafiken.
Investitionen in die Zukunft notwendig
„Für die nachhaltige Modernisierung unserer Streitkräfte werden zusätzliche Investitionen erforderlich sein“, erläutert von Mentzingen. „Das bisherige Sondervermögen war ein wichtiger erster Schritt. Nun müssen wir über eine Aufstockung der Verteidigungsausgaben auf 2,5 bis 3 Prozent des BIP nachdenken, um unsere Ziele zu erreichen.“
„Unsere internationalen Kunden wünschen sich mehr Unterstützung von der Bundesregierung beim Kauf deutscher Systeme“, berichtet der Geschäftsführer. „Die USA machen es vor: Dort tritt die Regierung als Partner auf, begleitet die Geschäfte politisch und schafft klare Abläufe. Ein solches Konzept brauchen wir auch in Deutschland – das schafft Vertrauen und macht uns als Lieferanten attraktiver.“
Wenn man in der Industrie heute mit französischen oder italienischen Partnern zusammenarbeiten wolle, stehe man als deutsches Unternehmen vor einem Problem, führt von Mentzingen weiter aus: „Jedes Land hat andere Regeln dafür, an wen Rüstungsgüter geliefert werden dürfen. Das macht gemeinsame Projekte unnötig kompliziert. Wir brauchen einheitliche europäische Standards – sonst bleiben deutsche Unternehmen bei wichtigen Zukunftsprojekten außen vor.“
Bedarf in zivilen Märkten wächst
Neben dem Kerngeschäft im Verteidigungssektor baut VINCORION auch seine Position in zivilen Märkten kontinuierlich aus. „Unsere technologische Expertise, besonders in der Energieversorgung und Antriebstechnik, ist auch für zivile Anwendungen höchst relevant“, erklärt von Mentzingen. Ein aktuelles Beispiel ist die Entwicklung der neuen Generation von Rettungswinden für Hubschrauber, die höchste Sicherheitsstandards mit High-Tech-Entwicklungen verbindet.
Personalwachstum und Ausbildungskompetenz
Der Erfolg des Unternehmens spiegelt sich auch in der Entwicklung der Mitarbeiterzahlen wider. Die Belegschaft ist 2024 auf rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewachsen, davon 550 am Standort Wedel. „Dieses Wachstum unterstreicht unsere Attraktivität als Arbeitgeber“, sagt Personalleiterin Nina Römhild. Die niedrige Fluktuationsrate von nicht einmal drei Prozent belegt die hohe Mitarbeiterzufriedenheit.
VINCORION setzt weiterhin stark auf Ausbildung: An die 50 junge Menschen absolvieren derzeit eine Ausbildung oder ein duales Studium. Das Spektrum reicht vom Elektroniker/in für Geräte und Systeme bis zum Wirtschaftsingenieur. „Die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte ist für uns ein zentraler Baustein unserer Zukunftsstrategie“, betont Römhild.
„Für 2025 sehen wir weiteres Wachstumspotenzial“, sagt von Mentzingen. „Mit unseren innovativen Produkten und engagierten Mitarbeitern sind wir bestens aufgestellt, um die Modernisierung der Streitkräfte zu unterstützen. Wir setzen dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.“
Die Generatoren von VINCORION: Steigende Anforderungen im Gefechtsfeld erfordern innovative Lösungen bei der Stromerzeugung.
Ein Boxer befindet sich irgendwo in Europa im Einsatz, in einer komplexen Situation auf einem Manöver: Die Besatzung muss blitzschnell reagieren und ist dabei auf ihre Hightech-Systeme angewiesen. Zielerfassungssensoren erfassen beispielsweise die feindlichen Stellungen, verschlüsselte Kommunikationssysteme halten den Kontakt zum Gefechtsstand, und effektive Waffensysteme gewährleisten die Feuerkraft. Doch all dies benötigt Energie – und der Bedarf steigt rasant. Moderne Militärfahrzeuge sind „Kraftwerke auf Rädern“, und die zuverlässige Stromversorgung wird zum entscheidenden Faktor für den Erfolg der Mission.
Beim Thema militärische Energieversorgung kommt VINCORION ins Spiel. Das Technologieunternehmen aus Wedel bei Hamburg bietet mit seinen Generatoren Lösungen für den Einsatz in Militärfahrzeugen an. Sie liefern zuverlässig Energie, selbst unter extremen Bedingungen. Die Generatoren finden sich beispielsweise in Fahrzeugen wie dem Kampfpanzer Leopard 2, im Boxer, im Puma ebenso wie in der Panzerhaubitze 2000.
Energie für das Mutterschiff der Infanterie
Diese Generatoren sind gefragt: VINCORION hat unlängst einen Vertrag über die Lieferung von 740 Bordnetzgeneratoren des Typs EPG husky W 600 für den Boxer unterzeichnet. Dieser Generator liefert einen Strom von bis zu 600 Ampere und ist damit auch für künftige Anforderungen gerüstet. Ein neuer digitaler Spannungsregler wurde integriert, welcher die Anpassung des Generators für die verschiedenen Anwendungen erlaubt.
Bei der Bundeswehr ist der GTK Boxer das „Mutterschiff“ der Infanterie, den es bei den deutschen Streitkräften in verschiedenen Versionen als Gruppentransportfahrzeug, Führungsfahrzeug, schweres geschütztes Sanitätskraftfahrzeug und auch als Fahrschulfahrzeug gibt. Im Kampfraum des Boxers kann die Besatzung acht Infanteristen samt modernster Ausrüstung mitführen.
Kompakt, leistungsstark und robust: VINCORION Generatoren im Detail
Die EPG husky-Serie von VINCORION zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise und hohe Leistungsdichte aus. Sie liefern maximale Leistung auf kleinem Raum – das ist ein entscheidender Faktor in den beengten Platzverhältnissen von Militärfahrzeugen. Dabei steht für die Ingenieure die Zuverlässigkeit stets an erster Stelle: VINCORION-Generatoren sind für den Betrieb unter extremen Bedingungen ausgelegt, gleich, ob Hitze, Kälte, Staub oder Erschütterungen.
„Der neue, leistungsgesteigerte Boxer ist ein Paradebeispiel für die zunehmenden Anforderungen an die Energieversorgung in modernen Militärfahrzeugen“, berichtet Daniel Zeitler, Leiter Produktmanagement. Der Boxer wird aktuell von vielen Ländern in Europa und außerhalb genutzt. Neben der Bundeswehr ist das Fahrzeug auch in den Niederlanden, in Litauen, in Großbritannien und in Australien im Einsatz.
Die Generatoren von VINCORION liefern die notwendige Energie für die anspruchsvollen Systeme des Boxers und stellen so die Einsatzfähigkeit der Waffentechnik über die Sensorik bis zur Kommunikation sicher. VINCORION kann im konventionellen 28V Bereich inzwischen Generatoren mit bis zu 1000 Ampere anbieten, welche in verschiedenen Fahrzeugen nachgerüstet werden können. Denn Experten wissen, dass der Energiebedarf in gepanzerten Fahrzeugen weiter steigen wird. Bestes Beispiel ist der Leistungshunger des Schützenpanzer PUMA, der nur durch einen Hochvoltgenerator gestillt werden kann. Dieser wird im Gegensatz zu klassischen Bordnetzgeneratoren direkt auf der Hauptwelle zwischen Triebwerk und Getriebe integriert. Auch dieses Hochleistungssystem zur Energieversorgung stammt von VINCORION.
Innovative Technologien für maximale Effizienz
Was aber machen auch die 28V Generatoren der Serie EPG husky besonders? Zum einen ist es die innovative Kühltechnologie, die eine hohe Leistungsdichte auf kleinstem Raum ermöglicht, wie Daniel Zeitler erläutert. Zum anderen sind die Generatoren so konstruiert, dass sie sehr wenige elektromagnetischen Störungen ausstrahlen, um die Funktionsfähigkeit anderer elektronischer Systeme im Fahrzeug zu gewährleisten. Robustheit und Zuverlässigkeit werden durch den Einsatz hochwertiger Materialien und strenge Qualitätskontrollen sichergestellt.
„Der neue Generator ist Plug-and-play zum alten“, sagt Zeitler, „er passt genau in den Bauraum der Fahrzeuge.“ Es wäre also möglich, beim Boxer neben sämtlichen Neufahrzeugen auch bestehende damit auszurüsten, wenn die Nachfrage nach Leistung wächst. Das Vorgängermodell, der SF217, kam noch auf 370 Ampere, die in der neuen Variante auf 600 Ampere gesteigert wurden. „Moderne Militärtechnik benötigt Energie. Wir sind Spezialist für militärische Energieversorgung.“
Mehrwert für die Soldaten im Einsatz
Somit können die Generatoren auch einen direkten Mehrwert für die Soldaten im Einsatz bieten. Eine zuverlässige Stromversorgung bedeutet zuverlässige Kommunikation, verbesserte Situationswahrnehmung und erhöhte Feuerkraft – entscheidende Faktoren für die Sicherheit und den Erfolg der Mission. Zudem tragen die Generatoren zum Komfort im Fahrzeuginneren bei, indem sie die Energie für Klimaanlagen, Beleuchtung und andere Komfortsysteme liefern.
Ob leichter Mannschaftstransportwagen oder schwerer Kampfpanzer – VINCORION bietet die passende Lösung. Die Generatoren liefern zuverlässig Strom, um alle Bordsysteme zu versorgen. „Der Generator kennt kaum Einbußen durch wechselnde Umgebungstemperaturen“, fügt Zeitler hinzu. „Das heißt: Er bringt immer die volle Leistung.“
Strenge Normen und Flexibilität
„Die Generatoren erfüllen die strengen MIL-STD Normen und gewährleisten damit höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit im Einsatz“, erläutert Abbo Horstmann, Senior Product Manager. So hielten sie die militärischen Standards hinsichtlich der Bordnetzqualität ein.
„Die Flexibilität der VINCORION Generatoren zeigt sich auch in den zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten“, betont Horstmann. Neben den Standardausführungen biete VINCORION kundenspezifische Anpassungen, um die Generatoren optimal in die jeweiligen Fahrzeugplattformen zu integrieren. So könne ein Generator mechanisch über die Haltepunkte angepasst werden, aber es könnten auch über die Software alle relevanten Parameter individualisiert werden.
VINCORION verfügt über langjährige Erfahrung und umfassendes Know-how in der Entwicklung und Produktion von Generatoren für die Verteidigungsindustrie. Daniel Zeitler fasst zusammen: „Die jüngsten Aufträge zeigen uns, dass die Nachfrage nach dem Boxer anhaltend hoch ist. Es zeigt aber auch, dass die Hersteller moderner Militärtechnik auf Komponenten von VINCORION vertrauen und ihre Fahrzeuge damit ausrüsten“.
Die Generatoren sind nur ein Teil der Kompetenz von VINCORION in diesem Bereich: Das Unternehmen liefert auch Generatoren für die mobile Stromversorgung der Bundeswehr, Energie für Luftabwehrsysteme wie Patriot und IRIS-T und fortschrittliche Systeme wie die Waffenstabilisierung GTD chaser für Panzerfahrzeuge.
Wehrtechnik und technologische Innovationen haben eine herausragende Bedeutung für Schleswig-Holstein – Vincorion als Beispiel für ein wachsendes mittelständisches Unternehmen.
Ministerpräsident Daniel Günther besuchte am Mittwoch das mittelständische Technologieunternehmen Vincorion in Wedel. Im Rahmen seines Rundganges informierte er sich über die neuesten technischen Entwicklungen und betonte die Bedeutung der wehrtechnischen Industrie für das Land Schleswig-Holstein. Geschäftsführer Kajetan von Mentzingen führte den Ministerpräsidenten durch die Produktion.
Vincorion ist mit seinen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Unternehmen der Wehrtechnik sowie der zivilen und militärischen Luftfahrt und setzt auf innovative und nachhaltige Lösungen. Dazu zählen unter anderem das Waffenstabilisierungssystem GTD chaser, das in modernen Kampfpanzern wie dem „Leopard 2“ eingesetzt wird, sowie die neue elektrische Rettungswinde ERH premier, die außergewöhnlich hohe Sicherheitsstandards für die Luftrettung bieten wird.
„Jeder Mensch verdient ein sicheres Leben – das ist unsere Vision bei Vincorion“, erklärte Kajetan von Mentzingen. „Wir arbeiten daran, Technologien zu entwickeln, die die Sicherheit von Menschen in den anspruchsvollsten Situationen gewährleisten und innovativ sind. Mit der nächsten Generation von Stabilisierungssystemen und Rettungswinden, die wir hier präsentieren können, zeigen wir absolutes High-Tech.“
„Schleswig-Holstein hat das Potenzial, ein führender Standort für innovative und zukunftsorientierte Industrien zu werden“, erklärte Ministerpräsident Günther während seines Besuchs. „Unternehmen wie Vincorion zeigen, dass hier wichtige Schlüsseltechnologien entwickelt und produziert werden, die sowohl zur Sicherheitsarchitektur Deutschlands beitragen als auch wirtschaftliche Stabilität und Arbeitsplätze schaffen.“

Dieter Holst, Geschäftsführer Vincorion (li.), Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer, und Ministerpräsident Daniel Günther (re.) vor der neuen Rettungswinde ERH premierV.
Sicherheit als zentrales Thema
Im Bereich der zivilen Luftfahrt setzt das Unternehmen auf innovative Lösungen, die den Schutz der Einsatzkräfte und der zu Rettenden in den Vordergrund stellen. Ein Beispiel dafür ist die Rettungswinde „ERH premier“, bei der die Sicherheit ganz im Mittelpunkt der Neukonstruktion steht.
Diese Winde verfügt beispielsweise über eine ausgefeilte sogenannte Ruckschalldämpfung, die bei einem plötzlichen Stopp der Winde die Belastung für die Retter und die zu Rettenden reduziert. Darüber hinaus bietet sie Möglichkeit, im Ernstfall das Seil per Knopfdruck zu kappen.
Auch das Waffenstabilisierungssystem GTD chaser ist ganz auf Sicherheit ausgerichtet. Dieses System ermöglicht es, die Besatzung eines Panzerfahrzeugs wie dem neuen Leopard 2 A-RC 3.0 vollständig in der gut geschützten Wanne unterzubringen, anstatt sie im drehbaren Turm zu exponieren. Dies erhöht die Sicherheit der Soldaten erheblich, da jüngste Konflikte gezeigt haben, dass Drohnenangriffe eine zunehmende Bedrohung darstellen.
Effizienz als Faktor
Neben der Sicherheit ist auch die Effizienz ein wichtiges Thema für Vincorion. Das Unternehmen entwickelt etwa besonders leistungsstarke und zuverlässige Stromerzeuger, die den Bedarf der Truppe optimal decken. Diese Technologien sind Teil des Engagements von VINCORION für innovative und zukunftsweisende Lösungen, mit denen das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der Streitkräfte leistet.
„Wir wollen bis 2040 erstes klimaneutrales Industrieland 2040 werden. Dafür müssen Politik, Gesellschaft und alle wirtschaftlichen Sektoren an einem Strang ziehen. Hier sehen wir, dass Nachhaltigkeit auch in der Rüstungsindustrie eine Rolle spielt“, sagte Ministerpräsident Günther am Rande des Besuchs. „Es ist ermutigend zu sehen, dass Unternehmen wie Vincorion innovative Wege finden, um sowohl sicherheitstechnische als auch umweltpolitische Anforderungen zu erfüllen.“

Bei Vincorion werden Schlüsseltechnologien entwickelt und produziert, die zur Sicherheitsarchitektur Deutschlands beitragen.
Wachstum und Innovation am Standort Wedel
Vincorion ist ein wachsendes Unternehmen, das am Standort Wedel kontinuierlich in Forschung und Entwicklung investiert. Der Standort Wedel profitiert von der Nähe zu führenden Hochschulen wie der Fachhochschule Wedel und der HAW Hamburg, mit denen Vincorion in den Bereichen Forschung und Ausbildung zusammenarbeitet.
„Unser Standort in Wedel ist ein Innovationszentrum, das bis an die technischen Grenzen geht“, erklärte Kajetan von Mentzingen. „Wir entwickeln nicht nur Produkte für die heutigen Herausforderungen, sondern denken gleichzeitig an die Zukunft.“
Wie Politik und Industrie zusammenarbeiten
Ein weiteres zentrales Thema des Besuchs war die Rolle der Politik bei der Förderung der Industrie. Ministerpräsident Günther betonte, dass die Landesregierung weiterhin daran arbeiten werde, die Rahmenbedingungen für Unternehmen zu verbessern, um Innovation und Wachstum am Standort Schleswig-Holstein zu fördern.
Im Rahmen des Besuchs stellte sich auch die Frage, was die Politik tun könne, um die mittelständische Industrie zu unterstützen. Hier nannte von Mentzingen Themen wie eine bessere Planbarkeit bei der Vergabe militärischer Aufträge und eine beschleunigte, verlässliche Vergabe an sich. Auch der wehrtechnische Mittelstand könne bei Rüstungsaufträgen gezielt gefördert werden. Gleichzeitig betonte von Mentzingen, dass die Industrie selbst ebenfalls Verantwortung trage, etwa durch Investitionen in Forschung und Entwicklung und den Aufbau von Serienfertigungen, wenn entsprechende Aufträge vorliegen.
„Die wehrtechnische Industrie ist für die nationale Sicherheit von großer Bedeutung, und sie schafft wertvolle Arbeitsplätze und stärkt die technologische Innovationskraft in Schleswig-Holstein. Wir werden sicherstellen, dass innovative Unternehmen wie Vincorion die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um ihre Arbeit fortzusetzen“, sagte Günther.

Ministerpräsident Daniel Günther (li.), Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer Vincorion, und Auszubildender Can Budancir, der für seine hervorragende Arbeit ausgezeichnet wurde.
Fachkräftemangel mit Herausforderungen und Chancen
Im Rahmen des Besuchs wurden auch die aktuellen Herausforderungen des Fachkräftemangels in der Metall- und Elektroindustrie angesprochen. In Zeiten des Fach- und Arbeitskräftemangels sowie schwieriger Tarifverhandlungen sei es wichtig, Lösungen für beide Seiten zu finden, so der Ministerpräsident. Es brauche attraktive Bedingungen und gute Löhne für die Beschäftigten, und gleichzeitig müsse die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gewährleistet bleiben.
Auch Vincorion strich seine Rolle als attraktiver Arbeitgeber in der Region. Das Unternehmen plant, seine Belegschaft an den drei deutschen Standorten, im bayerischen Altenstadt, in Essen, und in Wedel, auszubauen. Von Mentzingen erklärte: „Vincorion ist ein äußerst attraktiver Arbeitgeber Diese neuen Arbeitsplätze sind nicht nur hochqualifiziert, sondern auch zukunftssicher. Wir suchen Mitarbeitende in einem echten Hightech- Bereich, die die Rettungswinden Technologie an ihre Grenzen bringen. Das sind Jobs für höchst qualifizierte Spezialisten.“








