In diesem Prototypen spiegelt sich die technische Expertise von VINCORION wider: Der Stromerzeuger PGM low emissions in der Ausführung mit 50 Kilowatt wurde am Mittwoch, dem 4. September 2024 in Koblenz vorgestellt.
Das Vorserienmodell des neuen Aggregats für die Bundeswehr konnte erstmals auf der Messe „RÜ.NET“ in Koblenz demonstriert werden. Die RÜ.NET ist als „Anwenderforum Rüstung und Nutzung“ eine Großveranstaltung, auf der sich Bundeswehr und Industrie zu unterschiedlichen Themen der Branche austauschen. Sie findet in Koblenz statt, wo auch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) sitzt.
Mit dem neuen Stromerzeuger haben die Ingenieurinnen und Ingenieure von VINCORION ein Aggregat geschaffen, welches die hohen Anforderungen der Streitkräfte im mobilen Einsatz erfüllt und gleichzeitig mit einigen Alleinstellungsmerkmalen aufwartet: Dazu zählen taktische Vorteile durch größere Energieeffizienz und geringeren Kraftstoffverbrauch ebenso wie die Entlastung des Personals durch einfache Bedienung. Mit dieser Technologie kann der wachsende Energiebedarf moderner Streitkräfte gedeckt werden.
Taktische Vorteile durch geringen Verbrauch
Den 50-Kilowatt-Protoypen stellten Daniel Zeitler, Leiter Strategie und Produktmanagement, gemeinsam mit Martin Eisenschmid, Director Business Development and Sales, der Öffentlichkeit vor. „Die Höhepunkte dieses Aggregats für die Bundeswehr sind, dass es einen Verbundbetrieb als sogenanntes Modular Grid ermöglicht, aber auch die Abgasnachbehandlung für einen emissionsarmen Betrieb und die innovative Steuerung samt neuem Energiemanagement“, sagte Daniel Zeitler.
„Unser Team hat intensive Entwicklungsarbeit geleistet, um sicherzustellen, dass der Prototyp den hohen Anforderungen der Bundeswehr gerecht wird“, erklärte Martin Eisenschmid. Wie das Gerät mit seiner bedienerfreundlichen Technik jederzeit den Betriebszustand anzeigt, etwa über ein Display, demonstrierte er vor Ort.
Das Ziel ist klar: Die Benutzer sollen so weit wie möglich beim Betrieb der Stromversorgung entlastet werden, wodurch Personal für andere Aufgaben frei wird. Ebenso wird der Schulungs- und Wartungsaufwand reduziert und die Geräte können schneller in Betrieb genommen werden. „Obwohl wir mit den Batteriespeichern eine völlig neue Technologie einführen, benötigt die Bedienung dank einer hochautomatisierten und einheitlichen Steuerung weniger Schulung und Fachkenntnis als früher“, so Zeitler. Solche Technik sei am Markt nicht ohne weiteres erhältlich, betont er, und speziell auf die Anforderungen der Streitkräfte im Einsatz abgestimmt. Dazu gehören zum Beispiel verminderte Geräuschemissionen – diese führen zu taktischen Vorteilen. Aber auch ein verbesserter Arbeits- und Umweltschutz wird so erreicht.
Der Durchbruch: Die Emission-Downgrade-Technologie
Die Stromerzeuger können im Verbund laufen, gleich ob Geräte mit 50 oder 200 Kilowatt Leistung eingesetzt werden – und mit den modernen Batteriespeichern. Weiter ist die Koppelung an Systeme für erneuerbare Energien wie Photovoltaikmodule möglich. Schließlich kann das Aggregat an das Stromnetz angeschlossen werden – in diesem Fall würde gar kein Kraftstoff mehr verbraucht werden.
„Die Emission-Downgrade-Technologie war dabei ein entscheidender Durchbruch“, stellte Zeitler fest. Im Regelbetrieb werde der Dieselmotor mit der Klasse Stage V eingesetzt. Es gebe zusätzlich den „Emission Downgrade“-Betrieb, mit dem sämtliche NATO-Kraftstoffe verwendet werden können, auch solche, die verunreinigt sind. So wäre im Bündnisfall beispielsweise der Betrieb im Ausland möglich. Werden die Aggregate mit der Batteriespeichern gekoppelt, lässt sich die Energieeffizienz stark steigern. „Das spart Kraftstoff, was wiederum ein großer taktischer Vorteil ist“, erläuterte Zeitler. Last but not least: Die Aggregate bieten eine hohe Mobilität, da es standardisierte Transportschnittstellen mit ISO-Aufnahmen gibt. Im Fall des 50-Kilowatt-Aggregats ist das ein 10-Fuß-Container.
Rückgrat der modernen mobilen Stromversorgung
Somit ist ein zentraler Vorteil des Prototyps seine Umweltfreundlichkeit. Durch den geringeren Verbrauch und die Koppelung mit Speichern stößt der Generator bis zu 30 Prozent weniger CO₂ aus. Dies unterstützt die Bundeswehr auf ihrem Weg zur Klimaneutralität und zeigt, dass effiziente Energieversorgung und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.
Ob beim Einsatz in Europa oder außerhalb: Die Bundeswehr verlangt eine sichere Energieversorgung. Das Obsoleszenzmanagement, also der rechtzeitige Ersatz von Teilen während dem jahrelangen Betrieb, war neben dem Umweltschutz ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für VINCORION. Das Technologieunternehmen setzt auf eine hohe Wertschöpfungstiefe und garantiert auch die Integration von zukünftigen Schnittstellen. So wird im Stromerzeuger und Energiespeichermodul die gleiche VINCORION-Software mit eigenen Controllern eingesetzt – was bei Engpässen in der Lieferkette ein großer Vorteil sein kann.

Taktische Vorteile treffen auf Ressourcenschonung beim neuen Stromerzeugeraggregat PGM low emissions (Leistungsklasse 50 kW).
Das Technologieunternehmen VINCORION mit Hauptsitz in Wedel meldet starkes Wachstum und plant, seine Belegschaft deutlich aufzustocken. Aufgrund zahlreicher neuer Aufträge, insbesondere aus den Bereichen Verteidigung und Luftfahrt, wird das Unternehmen seine Produktionskapazitäten an allen drei Standorten in Deutschland erheblich ausbauen.
Kajetan von Mentzingen, Geschäftsführer von VINCORION, erklärt die aktuelle Situation: „Wir haben eine veränderte Sicherheitslage in Europa und auf der ganzen Welt.“ Er betont, dass die Zeitenwende in Deutschland nicht nur in der Politik, sondern auch in der Gesellschaft angekommen sei. Dies führe auch zu einem verstärkten Interesse am Arbeitsumfeld von VINCORION. Von Mentzingen fügt hinzu: „Die Menschen verstehen die Bedeutung der Verteidigungsfähigkeit unseres Landes.“
Die positive Geschäftsentwicklung spiegelt sich in verschiedenen Bereichen wider. VINCORION konnte kürzlich eine neue Generation von Waffenstabilisierungen für Kampf- und Schützenpanzer präsentieren. Zudem wurden wichtige Verträge für die Lieferung von Generatoren für den Radpanzer Boxer sowie für die Wartung des Patriot-Luftabwehrsystems abgeschlossen.
Sascha Brüning, Vice President Business Development & Sales bei VINCORION, unterstreicht die Bedeutung der Entwicklungen für Panzerfahrzeuge: „Die Ukraine zeigt, dass schwere Kampfpanzer weiterhin unerlässlich im Gefecht der verbundenen Waffen sind.“ Er erläutert, dass VINCORION im Zuge jüngster Kampfpanzer-Bestellungen wichtige Aufträge erhalten habe, darunter die Ausstattung von 54 Panzern vom Typ Leopard 2 A8 für Norwegen. Brüning fügt hinzu: „Weitere Lieferungen für Deutschland und Partnerländer sind fest eingeplant, was mehr als 500 Systemlieferungen in den kommenden Jahren bedeutet.“
Neueinstellung von 80 Mitarbeitenden geplant
Um dieses Wachstum zu bewältigen, plant VINCORION, bis Ende des Jahres etwa 80 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. Gesucht werden vor allem Fachkräfte in den Bereichen Ingenieurwesen, Technik und kaufmännische Berufe, auch im gewerblich-technischen Bereich.
Nina Römhild, Personalleiterin von VINCORION, erläutert die Herausforderungen und Chancen bei der Personalgewinnung: „Die Rüstungsindustrie stellt hohe Anforderungen an die Qualifizierung.“ Sie betont jedoch, dass das Unternehmen bei der Gewinnung neuer Fachkräfte erfolgreich sei. Römhild erklärt: „Unsere attraktiven Arbeitsbedingungen, wettbewerbsfähigen Gehälter und umfangreichen Weiterbildungsmöglichkeiten überzeugen viele Kandidatinnen und Kandidaten.“ Römhild verweist auf die hohe Weiterempfehlungsrate und das überdurchschnittliche Kununu-Ergebnis als Beweis für die Zufriedenheit der Mitarbeiter.
VINCORION, mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland, darunter etwa 30 Auszubildende, sieht sich gut gerüstet, um die Herausforderungen des Wachstums zu meistern und seinen Beitrag zur Sicherheit Europas weiter auszubauen.
Das deutsche Technologieunternehmen VINCORION hat auf der Messe „Eurosatory“ in Paris das neue Waffenstabilisierungssystem GTD chaser offiziell als serienreif vorgestellt.
Die Stabilisierungstechnologie sorgt in modernen Panzerfahrzeugen wie dem LEOPARD 2 und dem Puma dafür, dass das Geschütz selbst bei hoher Geschwindigkeit und in schwierigem Gelände stets präzise auf das Ziel ausgerichtet bleibt. Der modulare Ansatz des Produktes unterstützt innovative Systemarchitekturen wie beim auf der Messe vorgestellten Leopard 2 A-RC 3.0.
„Mit GTD chaser kann der Bordschütze seine Ziele auch unter schwierigsten Bedingungen präzise bekämpfen – für eine maximale Ersttrefferwahrscheinlichkeit“, sagte Sascha Brüning, Vice President Business Development and Sales von VINCORION, anlässlich der Präsentation des Systems auf der Messe in Paris.
Vorkonfigurierte Module für breites Anwendungsspektrum
Das System GTD chaser basiert auf vorkonfigurierten und vorqualifizierten Komponenten und Modulen und bietet so eine Reihe von Vorteilen: Es kann in kürzester Zeit an die Bedürfnisse des Nutzers und die Konfiguration des Fahrzeugs angepasst werden. Die Kern-Komponenten und -Module sind vollständig serienreif – das ermöglicht eine sehr schnelle Adaption an neue Fahrzeuge wie die jüngste Weiterentwicklung des LEOPARD 2.
Wer sich für das System entscheidet, bekommt eine zukunftssichere Architektur, die jederzeit schnell und aufwandsarm aufgerüstet werden kann. Schließlich sinken auch die Lebenszykluskosten durch datenbasierte Wartung und optimiertes Obsoleszenzmanagement.
„Mit den GTD chaser Elektroniken und dazu passenden, neuartigen Antrieben ist es möglich, unbemannte Geschütztürme für Kampfpanzer zu bauen, die extrem leistungsfähig sind, für die Besatzung enorme Sicherheitsvorteile bringen und performanceseitig durch die zusätzliche Integration eines Autoloaders drei Schüsse in nur zehn Sekunden abfeuern können“, erläutert Brüning die Möglichkeiten von GTD chaser.
Antrieb, Stabilisierung und Leistungselektronik
„Wir fertigen bei VINCORION zahlreiche wichtige Komponenten für den LEOPARD 2: die Antriebe von Turm und Waffe, das Richt- und Stabilisierungssystem des Geschützes und die Leistungselektronik“, sagt Brüning. Auch der Generator für den rund 1500 PS starken Dieselmotor des Panzers stammt aus dem Unternehmen.
Im Rahmen der jüngsten Kampfpanzer-Bestellungen hat VINCORION wichtige Aufträge erhalten: So werden 54 Panzer vom Typ LEOPARD 2 A8 an den NATO-Partner Norwegen geliefert. Dabei kommt erstmals die Stabilisierungstechnologie des Typs GTD chaser zum Serieneinsatz. Weitere Lieferungen für Deutschland und Partnerländer stehen fix in den Auftragsbüchern und bedeuten mehr als 120 Systemlieferungen für die kommenden drei Jahre, begleitet von zahlreichen weiteren Optionen und Opportunitäten im Markt.
Fahrzeugbewegungen werden ständig kompensiert
Die Präzision, die Elektronik und Mechanik in GTD chaser bieten, sei nur mit einem reaktionsschnellen Antriebsmotor für Turm und Waffe möglich, erklärt Daniel Zeitler, Leiter Produktmanagement bei VINCORION. Hochkomplexe Regelungstechnik und Software verarbeiten, interpretieren und nutzen die Daten der Lage- und Bewegungssensoren. Laut Zeitler ist das exakte Zusammenspiel von Sensorik, Datenverarbeitung, Antriebselektroniken und den Antrieben entscheidend: So kann die große Masse des Turms und insbesondere das Rohr präzise und mit maximaler Geschwindigkeit gesteuert werden. Die Bewegungen des Fahrzeugs und der Rückstoß des Schusses müssen kontinuierlich und direkt kompensiert werden, um das Ziel hochpräzise anzuvisieren.
Dafür sorgt die Leistungselektronik, die VINCORION für die Panzer liefert. „Es wird viel Rechenleistung, Sensorik und Energie benötigt, damit der Turm des Panzers sich dreht und die Waffe sich hebt und senkt“, so Zeitler. Deshalb sei man überzeugt, eine Waffen-Richt- und Stabilisierungsanalage zu liefern, die als die beste der Welt gelten könne. Aber nicht nur im LEOPARD 2 finden sich Komponenten von VINCORION: Auch in der Elektronik und Mechanik des Pumas, welche einen Schusswinkel von minus 10 bis plus 45 Grad ermöglichen, findet sich die Technologie von VINCORION wieder. Das trifft auch auf die Panzerhaubitze 2000 zu.
Technischer Hintergrund: Details der Produktfamilie
Die Produktfamilie GTD chaser hat ein breites Anwendungsspektrum in leichten und schweren Kampffahrzeugen. Sie umfasst eine Vielzahl von Antriebssystemen – von der Spindel bis zum Stirnradgetriebe – für die mechanischen Schnittstellen. Sie ist zuverlässig und kostenoptimiert über den gesamten Lebenszyklus ausgelegt. „Das gibt ihr den Vorsprung, den unsere Kunden schätzen“, erklärt Zeitler.
Das System ist für den Einsatz im militärischen Umfeld optimiert. Zusätzlich ist ein redundanter Notantrieb integriert, der mechanisch oder elektrisch betrieben werden kann. Brüning verweist auf die Vorteile des Systems von VINCORION: „Unser Produkt hat niedrige Lebenszykluskosten. Die extreme Zuverlässigkeit und die Wartungsarmut senken die Gesamtkosten.“
„Mit dem neuen modularen GTD chaser Systembaukasten ist VINCORION bereit für alle Anforderungen und Herausforderungen an zukünftige Richt- und Stabilisierungssysteme, insbesondere im Hinblick auf Neuentwicklungen von Kampfpanzern der großen OEMs“, betont Dennis Hunold, Senior Product Manager. Dies zeige auch das Upgrade-Programm des Kunden KNDS für den LEOPARD 2 auf unbemannte Turmtechnologie und -design.
„Mit einem revolutionären Waffen-Lagerungssystem, passenden Antrieben sowie der hoch performanten Elektronik aus GTD chaser ist das Gesamtkonzept überhaupt umsetzbar. Gewicht und Größe werden deutlich reduziert. Die Besatzung wird auf bestmögliche Weise geschützt, wobei die Wirkung des Kampfpanzers gegen Ziele maximal wird“, betont Hunold.
VINCORION LLC, das US-Tochterunternehmen von VINCORION aus Deutschland, erhält von der Defense Logistics Agency (DLA) der US-Army zwei bedeutende Aufträge im Wert von bis zu 67 Millionen US-Dollar.
El Paso, Texas. VINCORION LLC, die US-Tochtergesellschaft des Technologieunternehmens VINCORION aus Deutschland, hat wichtige Rahmenverträge im Wert von bis zu je 33 Millionen US-Dollar mit einer Laufzeit von fünf Jahren mit der Defense Logistics Agency (DLA) der US-Army abgeschlossen. Die Verträge stellen die Nutzung der Generatorsysteme des Patriot-Raketenabwehrsystems sicher.
Das Patriot-System ist ein weltweit anerkanntes und hochmodernes Flugabwehrsystem, das eine wichtige Rolle bei der Abwehr von ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Flugzeugen spielt. Sowohl für die Vereinigten Staaten, als auch Deutschland und die NATO stellt das System eine bedeutende Säule der Luftverteidigung dar.
VINCORION erreicht wichtige Meilensteine
Das Technologieunternehmen VINCORION ist ein führender Anbieter von Komponenten für komplexe Verteidigungssysteme. Das Unternehmen blickt auf mehr als dreißig Jahre Erfahrung als Zulieferer für das Patriot-System zurück und wurde in dieser Zeit mehrfach für seine herausragenden Leistungen ausgezeichnet.
»Wir sind sehr stolz darauf, dass die US-Armee uns erneut ihr Vertrauen schenkt und uns mit der Lieferung von Komponenten für die Wartung ihrer Patriot-Systeme beauftragt«, sagt Thomas Gathmann, President der Vincorion LLC in El Paso. »Diese Verträge stellen einen wichtigen Meilenstein für VINCORION dar und bestätigen unsere Position als führender Lieferant zuverlässiger Komponenten für die Energieversorgung von Verteidigungssystemen.«
VINCORION trägt zur Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten bei
»Die Patriot-Systeme spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz von Menschenleben und kritischen Infrastrukturen«, sagt Sascha Brüning, Vice President Business Development bei VINCORION. »Durch unsere Wartungsdienstleistungen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Einsatzbereitschaft dieser Verteidigungssysteme und damit für die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten. «
»Der Ersatzteilvertrag mit der US-Armee ist ein weiterer Beleg für die Kompetenz und das Engagement von VINCORION«, sagt Gathmann. »Als Tochterunternehmen in den USA sind wir bestens aufgestellt, um auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung der Einsatzbereitschaft von Patriot-Systemen und anderen komplexen Verteidigungssystemen zu spielen.«
Aufbau der Patriot Stromversorgung
Für die Stromversorgung von Patriot im Einsatz gibt es drei verschiedene Energiesysteme. Für den „Launcher“, also den Träger der Patriot-Raketen mitsamt der Abschusseinrichtung, steht ein Generator mit einer Leistung von 15 kW bereit. Ebenso verfügt der Gefechtsstand über eine eigene Stromversorgung mit einer Leistung von 30 kW. Das Herzstück des Systems aber ist die Anlage für das Radar und den Feuerleitstand („Engagement Control Station“). Hierfür ist gleichzeitig das größte Energiesystem im Einsatz, die sogenannte „Electric Power Plant“. Jede „EPP“ ist für maximale Zuverlässigkeit redundant ausgelegt und verfügt über eine Leistung von zwei Mal 150kW sowie eine Lastverteilung und Verkabelung zu den zu versorgenden Patriot Systemen.
Wedel. Das Technologieunternehmen VINCORION stellt die Weichen für die Zukunft: Kajetan von Mentzingen wird mit sofortiger Wirkung zum Sprecher der Geschäftsführung ernannt und übernimmt die operativen Verantwortungsbereiche von Dr. Stefan Stenzel, der nach über einem Jahrzehnt erfolgreicher Tätigkeit zum 31. Mai 2024 in den Ruhestand tritt.
„Wir freuen uns sehr, dass Kajetan von Mentzingen diese neue Herausforderung übernimmt“, erklärt Tobias Seige, Vorsitzender des Beirats der VINCORION Gruppe. „Er verfügt über umfassende Erfahrung in der Branche und hat in der vergangenen Zeit bereits eng mit Dr. Stenzel zusammengearbeitet. Wir sind überzeugt, dass er gemeinsam mit Dieter Holst VINCORION erfolgreich in die Zukunft führen wird.“
Die Erfolgsgeschichte wird fortgeschrieben
Kajetan von Mentzingen blickt mit großer Freude auf seine neue Aufgabe: „Ich bin hoch motiviert, diese Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam mit Dieter Holst und dem gesamten Team die Erfolgsgeschichte der VINCORION Gruppe fortzuschreiben. Wir werden uns weiterhin auf unsere Kernkompetenzen fokussieren und unsere Kunden mit innovativen und maßgeschneiderten Lösungen unterstützen.“
Dr. Stefan Stenzel übergibt sein Amt mit einem guten Gefühl: „Ich bin stolz darauf, in den vergangenen zwölf Jahren ein prägender Teil des Unternehmens gewesen zu sein. Gemeinsam mit dem Team entwickelte sich VINCORION so zu einem der führenden Anbieter von militärischen Energiesystemen und Produkten für die Luftfahrtindustrie. Dafür möchte ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken und wünsche Kajetan von Mentzingen und Dieter Holst alles Gute für ihre Aufgabe.“
„In zwölf Jahren hat Dr. Stefan Stenzel unser Unternehmen nachhaltig geprägt und mit Weitsicht zu dem gemacht, was es heute ist“, sagt Tobias Seige. „Für diese Lebensleistung danken wir ihm herzlich und wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute“, betont er weiter. „Wir vollziehen einen reibungslosen Wechsel in der Geschäftsführung und sehen mit Kajetan von Mentzingen und Dieter Holst ein starkes Führungsteam für die Fortführung der VINCORION Wachstumsstrategie.“
Von Mentzingen streicht heraus: „VINCORION ist gut für die Zukunft aufgestellt. Wir investieren weiterhin in neue Technologien und Prozesse, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und unser Wachstum voranzutreiben.“ Der Übergang werde für alle Kunden, Lieferanten und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reibungslos verlaufen, betont er weiter. „Auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, ist eine Stärke von VINCORION“, sagt der Geschäftsführer.
Über Kajetan von Mentzingen
Kajetan von Mentzingen verfügt über langjährige Erfahrung in der Industrie. Vor seinem Wechsel zu VINCORION war er in verschiedenen Führungspositionen bei namhaften Unternehmen tätig, so ab 2008 beim Airbus-Konzern. Während seiner Karriere bei Airbus hat der 50-Jährige sowohl in der zivilen Luftfahrt, als auch in der Hubschraubersparte sowie im Bereich Verteidigung und Raumfahrt gearbeitet. Nach mehreren Stationen in Deutschland, Frankreich und Spanien agierte er zuletzt als „Global Head of Quality“ für Airbus Defence & Space, bevor er im Jahr 2023 zu VINCORION wechselte, wo er innerhalb der Geschäftsführung den Bereich Luftfahrt übernahm.
Das Technologieunternehmen VINCORION aus Wedel hat den Vertrag über die Lieferung von mehr als 700 Bordnetzgeneratoren des Typs EPG huskyV W 600 für den „Boxer“ unterzeichnet. Für zukünftige Projekte werden noch weitere Bestellungen erwartet, so dass eine Gesamtstückzahl von über 1000 Generatoren erwartet wird. Das demonstriert die Leistungsfähigkeit der militärischen Energiesysteme des Unternehmens auch bei gepanzerten Fahrzeugen.
Der neue Generator von VINCORION, der EPG huskyV W 600, ist ein wassergekühlter Bordnetzgenerator für alle Einsatzszenarien: Im „Boxer“ kann er die Stromversorgung für das Fahrzeug und die vielfältigen Missions-Module übernehmen. Denn er liefert einen Strom von bis zu 600 Ampere und ist damit auch für künftige Anforderungen gerüstet. Ein neuer digitaler Spannungsregler wurde integriert, welcher die Anpassung des Generators für die verschiedenen Anwendungen erlaubt.
Hersteller vertrauen auf Komponenten von VINCORION
VINCORION hat jetzt einen Rahmenvertrag mit KNDS Deutschland unterzeichnet. „Die Lieferung des Generators für den Boxer ist für uns ein sehr wichtiger Auftrag“, sagt Dr. Stefan Stenzel, Geschäftsführer von VINCORION. „Das zeigt uns, dass die Nachfrage nach dem Boxer anhaltend hoch ist. Es zeigt aber auch, dass die Hersteller moderner Militärtechnik auf Komponenten von VINCORION vertrauen und ihre Fahrzeuge damit ausrüsten.“
Das Auftragsvolumen liegt derzeit bei rund 12 Millionen Euro. Das Unternehmen rechnet mit weiteren Bestellungen dieser modernen Generatoren.
Leistung wächst von 370 auf 600 Ampere
„Der neue Generator passt genau in den Bauraum der Fahrzeuge“, erläutert Stenzel. Es wäre also möglich, neben sämtlichen Neufahrzeugen auch bestehende Fahrzeuge damit auszurüsten, wenn die Nachfrage nach Leistung wächst. Das Vorgängermodell, der SF 217, kam noch auf 370 Ampere, die in der neuen Variante auf 600 Ampere gesteigert wurden. „Moderne Militärtechnik benötigt mehr Energie, unter anderem für Kommunikation oder Klimatisierung. Wir sind Spezialist für militärische Energieversorgung. Gleich, ob es um die Stromversorgung für die ausgefeilte Elektronik oder um Radaranlagen geht: Unser Generator liefert die nötige Energie zuverlässig.“
In Großbritannien und Australien wurden bereits intensive Fahrzeugtests mit dem Boxer mit dem neuen Generatorsystem durchgeführt. Dabei hat das neue Modell EPG huskyV W 600 bereits seine Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt. Auch bei Testfahrten von über 1000 Kilometern mit dem Fahrzeug in der Schweiz blieb die Leistung jederzeit stabil, wie die Ingenieure von VINCORION berichten. Durch die Wasserkühlung des Generators kann dieser unabhängig von den Umgebungsbedingungen arbeiten.
Stets die volle Leistung
Die Temperaturen im Kühlkreislauf können stark ansteigen, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. Zudem ist der Generator wasserdicht nach der Schutzklasse IP 67. „Der Generator kennt kaum Einbußen durch wechselnde Umgebungstemperaturen. Das heißt: Er bringt stets die volle Leistung“, betont Stenzel.
Der EPG huskyV W 600 wird im Werk von VINCORION in Essen gefertigt, in dem auch Generatoren für den Leopard 2-Panzer und den Schützenpanzer Puma produziert werden. Einige Teile, wie mechanische Bauteile, kommen vom Sitz des Unternehmens in Wedel. Am Standort Essen hat VINCORION erhebliche Kompetenz für Generatoren aufgebaut – das ist die Grundlage für diesen Großauftrag. Durch den Auftrag rechnet das Unternehmen auch damit, weitere Fachkräfte einstellen zu können.
Technologieunternehmen fertigt Energieversorgung für Luftabwehrsystem
Die Schweiz hat fünf Patriot™-Luft- und Raketenabwehrsysteme beim US-Hersteller Raytheon als Luftverteidigungslösung im Rahmen des Programms „Air 2030“ bestellt. Die Energieversorgung für die Systeme liefert das Technologieunternehmen VINCORION mit Sitz in Wedel bei Hamburg.
VINCORION ist stolz darauf, die Stromversorgung für eines der besten Luftverteidigungssysteme der Welt zu liefern, wie es sich kürzlich in der Ukraine erneut bewährt habe. „Damit verfügt das Patriot-System über eine stabile, zuverlässige und kampferprobte Stromversorgung für die Radar- und Feuereinheiten“, bekräftigt Stefan Stenzel, Geschäftsführer von VINCORION.
Autarker Radarbetrieb
Der Auftrag umfasst EPP radarV-Einheiten („Electric Power Plants“), die das Radarsystem mit Strom versorgen, sowie 15-Kilowatt-Stromgeneratoren für die Patriot-Trägerrakete. Weiter gehören Frequenzumrichter mit einer Leistung von 150 Kilowatt dazu und Umrichter mit einer Leistung von zwei Mal jeweils 15 Kilowatt. Dadurch kann das Patriot-System ohne CO2-Emissionen direkt aus dem öffentlichen Netz gespeist werden.
In dieser Konfiguration bleiben die Generatoren als Reservestromquelle erhalten. „Sicherheit und militärische Überlegenheit hängen von einem zuverlässigen und jederzeit autarken Radarbetrieb ab“, betont Stenzel. VINCORION fertigt die Stromversorgung für Patriot an seinem Standort in Altenstadt, Bayern.
Im Juni 2021 gab die Schweizer Regierung ihre Absicht bekannt, das bewährte Patriot™-System für ihre bodengestützte Luftverteidigung zu erwerben, das nach einer Evaluierung im Rahmen der Ausschreibung BODLUV GR Air2030 als bevorzugte Lösung ausgewählt wurde.
Modernisierung des Patriot-Systems
Patriot ist ein Luft- und Raketenabwehrsystem, das aus Radar, Führungs- und Kontrollsystemen sowie Abfangraketen besteht. Es kann Marschflugkörper, Drohnen, moderne Kampfflugzeuge und andere Bedrohungen aus der Luft erkennen, identifizieren und bekämpfen.
VINCORION arbeitet konsequent an der Modernisierung der Energieversorgung. Dafür entwickelt das Unternehmen neue Hybridlösungen. Diese können den Kraftstoffverbrauch senken und damit zu niedrigeren Betriebskosten führen. Denn geringere Emissionen sorgen für einen niedrigeren Verbrauch an Ressourcen – und helfen, den Personaleinsatz zu reduzieren, der zum Beispiel für die Tankvorgänge eingesetzt werden muss. Bei der Leistungsfähigkeit gibt es aber keine Abstriche.
Das Patriot-System ist die Grundlage für ein integriertes Luft- und Raketenabwehrsystem für 18 Nationen. In Europa zählen Deutschland, Spanien, Griechenland, die Niederlande, Polen, Schweden und Rumänien zu den Kunden des Systems. VINCORION ist seit 30 Jahren Lieferant von Patriot.